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Gastvortrag von Lisa Stuckey: Kompensatorische Infrastrukturen: Agenturen und Thinktanks als Orte der Erkenntnisproduktion und Urteilsempfehlung

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Manifestieren sich kompensatorische – ausgleichende, ersetzende – Infrastrukturen, können sie zu kritischen Infrastrukturen werden. In einem walkthrough durch die kuratierte Selbstdarstellung der RAND Corporation soll die Rhetorizität dieses „prototypischen Think Tank“ (Pias/Vehlken 2018) aus heutiger Perspektive beleuchtet und Forensic Architecture gegenübergestellt werden – eine Agentur: „1. a) Institution, die jemanden, etwas vertritt, jemanden, etwas vermittelt; b) Geschäftsstelle, Büro eines Agenten; 2. Kurzform für Nachrichtenagentur“ (Duden). Orte der Wissensproduktion beider Akteure entziehen sich dem öffentlichen Blick, seien es die berüchtigten Gänge des elliptischen Büro-Tanks in Santa Monica oder das anekdotenhaft anzitierte Großraumbüro an Goldsmiths. Mit welchen Informationsästhetiken operieren diese hybriden Instituierungen? Auf welche Weise wird, im Kontext eines beauftragten pro- oder respektiven Szenariodenkens, eine auf Erkenntnis basierte Entscheidungsberatung zu einer Urteilsempfehlung?

 

Dr. Lisa Stuckey, Kunst- und Medienkulturwissenschaftlerin, ist Postdoc Fellow an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre Dissertation LAW ON TRIAL: Kunst und Rechtsprechung bei Forensic Architecture und in Exemplarischen Zeitgenössischen Werkentwürfen (2020) wurde mit dem „Preis für wissenschaftliche Arbeit“ der Akademie der bildenden Künste Wien sowie dem österreichischen Staatspreis „Award of Excellence 2021“ ausgezeichnet. Ihre Forschungsschwerpunkte sind zeitgenössische Ästhetik, Institutionskritik sowie Kulturen des Kuratorischen und des Rechts. www.lisastuckey.net

 

Mit einem künstlerischen Beitrag von Prof. Karina Nimmerfall, in dem diese Auszüge aus ihrer recherchebasierten Arbeit Unintentional Monument (The Matrix Code) präsentiert, die sich mit dem Gebäude und der Forschungsumgebung der historischen RAND Corporation (gegr. 1948) und deren Einfluss auf die Gegenwart auseinandersetzt.

 

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe ›Studio, Art & Research‹ und findet via Zoom statt. Interessierte Studierende sind herzlich willkommen und finden die Zugangsdaten in ILIAS. Externe Gäste melden sich bitte bei mareen.mueller@uni-koeln.de, sie bekommen dann Zoom-Link und Passwort zur Teilnahme zugeschickt.

Details

Datum:
1. Dezember
Zeit:
16:00 - 17:30
Format:

Veranstaltungsort

online

Veranstalter

Institut für Kunst & Kunsttheorie
Webseite:
Veranstalter-Website anzeigen