Digitaler Rundgang: Mit weit geöffneten Armen ins Ungewisse

WiSe 2020/2021

Dozentin: Julia Dick

 

Studierende aus Ästhetischer Erziehung, Kunst Lehramt und intermedia erforschend flanierend, mit weit geöffneten Augen, bei Wind und Wetter, warm eingepackt, verbunden via whatsapp, nachdenklich über die Zukunft, jedoch allzeit bereit für das was kommt und ihnen begegnet die Stadt die sie umgibt. Im gemeinsamen Prozess und nach diversen experimentellen Spaziergängen entwickeln die Studierenden eigenständige Projekte im und über den Urbanen Raum und die aktuellen Zeiten.
Einige der Arbeiten die im Rahmen des Projektes entstanden sind:

“Unser gemeinsamer Raum” von Cosima von Hohenthal

Vor allem in diesen Zeiten ist die Angst vor dem Ungewissen sehr präsent. Wir gehen raus aus dem Vertrauen und die Angst empfängt und mit offenen Armen. 

Aber wie können wir es schaffen in dieser Situation ohne Angst der Zukunft entgegenzugehen? 
Das erschaffen, was und genommen wurde: Gemeinschaft. 

Wir fühlen uns allein, eingesperrt in den eigenen vier Wenden und unsere sozialen Kontakte beschränken sich – wenn überhaupt – auf den engsten Kreis. Hin und wieder flüchten wir uns in einen gemeinsamen Zoom – Raum und versuchen so nicht in ein tiefes schwarzes Loch der Unsicherheit zu fallen. Doch immer wieder erscheinen kleine Lichtblitze: Hoffnungen und Begegnungen, die eine willkommene Abwechslung des monotonen Alltags bieten, der oftmals hauptsächlich auf virtuellen Begegnungen basiert. 
In einem Seminar haben wir in verschiedenen Walks versucht bewusst reale Begegnungen zu schaffen. Ein ‚Walk‘ verwandelt den Spaziergang in eine ‚Kunst des Gehens‘ indem durch Anweisungen die Wahrnehmung verändert, der Blick gelenkt und die bewusste Ziellosigkeit und Ungewissheit geübt wird. 
Wir versuchten das Licht der Gemeinschaft aufleuchten zu lassen und uns mit einer positiven Einstellung in kleinen Räumen der realen Welt zu begegnen – mit genügend Sicherheitsabstand versteht sich.
Durch unsere Emotionen, Aufgaben, Verbindungen und Begegnungen ist ein gemeinsamer Raum entstanden, der in dieser Installation visualisiert wurde.

 

“Plastikfisch”, “Trinkmüll”, “Waldreise” und “Müllmobile” von Caroline Gebel

Mit meiner Arbeit möchte ich auf die Unmengen an Müll aufmerksam machen, die in Köln jeden Tag einfach fallen gelassen werden, auf den Straßen herumliegen und in die Natur gelangen. Für das Projekt war ich einige Male in verschiedenen Stadtteilen von Köln Müll sammeln um mich mit dem gefundenen Müll anschließend künstlerisch auseinanderzusetzen. Ich hoffe mit meinen Ergebnissen zeigen zu können, dass Müll nicht immer nur Müll sein muss und Bewusstsein für Müllkonsum und -entsorgung zu schaffen.

Link zur Arbeit: Plastikfisch Trinkmüll Waldreise Müllmobile von Caroline Gebel

 

“Unsicherheit” von Linda Waasem, Marie Kalle, Fabienne Bell, und Nina Schmitz

Ein Audiotrack über Gefühle von Unsicherheiten während der Coronakrise.

“Bewältige deine Unsicherheit” von Linda Waasem und Nina Schmitz

Eine Webseite die einlädt Strategien zur Bewältigung eigener Unsicherheiten zu erproben.

Link zur Website: https://unsicherh.wixsite.com/my-site-1

 

“ohne Titel” von Florine von Fürden

Eine Fotoserie zum Thema Wahrnehmung von Mustern beim spazieren gehen.

Link zur Arbeit: Ohne Titel_Florine_van_Fürden

 

“Lass uns ne Runde gehen…”

Ein audiovisuell begleiteter Walk von Jule Rickert, Hannah Balzk, Hanna Held, Ylenia Schmitz.