Lehrbeauftragte für künstlerisch-mediale Praxis am Institut: Barbara Foerster

Die 1970 geborene Kunsthistorikerin leitet seit Anfang 2014 das Kulturamt der Stadt Köln. Sie lehrt seit 2018 an der Universität Köln am Institut für Kunst & Kunsttheorie als Lehrbeauftragte für künstlerisch-mediale Praxis im Arbeitsbereich von Professorin Dr. Heidi Helmhold. Ihr Schwerpunkt liegt hier auf dem Thema Kunst im öffentlichen Raum und deren künstlerische und gesellschaftliche Integrierung in die Stadtentwicklung.

Bevor Barbara Foerster als wissenschaftliche Referentin für Bildende Kunst, Film und Literatur bei der Stadt Köln anfing, hat sie viele Jahre als Kunstkritikerin gearbeitet. Sie war fünf Jahre Redakteurin im Kulturressort des Mannheimer Morgen. Daneben schrieb sie für das Kunstforum International, den Kunstmarkt des Handelsblatts u.a. Als Redakteurin baute sie zudem zwischen 1999 und 2001 die Kunsthistorischen Arbeitsblätter des Deubner Verlags mit auf. Barbara Foerster studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Köln sowie in Münster, Rom und Perugia.

Das Kulturamt fördert Kunstprojekte aller Sparten. Barbara Foerster liegt dabei Kunst im öffentlichen Raum und Projekte zum Thema kulturelle Stadtentwicklung besonders am Herzen, da diese den unmittelbaren Bezug zum Publikum sucht und Grenzen des künstlerisch zumutbaren austariert und somit stadtgesellschaftliche Fragen erörtert. Besonders im Fokus steht zurzeit die Zwischennutzung des Ebertplatzes. In frisch erprobter Beteiligung von Anwohnern, anliegenden Kulturhäusern und Kunstakteuren ist ein Versuchslabor für künstlerische Partizipation an Stadtplanung entstanden: ein Vorzeigeprojekt aus Sicht von Foerster.

In ihrem aktuellen Seminar am Institut für Kunst & Kunsttheorie „Landnahme der Kunst“ nimmt sie Bezug zu solchen Projekten, die im öffentlichen Raum gesellschaftliche Mitbestimmung thematisieren. Hier werden mit Referenz zur „Recht auf Stadt“-Theorie von Henrí Lefèbvre und David Harvey Arbeiten von Christoph Schlingensief, den Situationisten, Wochenklausur und lokalen Akteuren wie Angie Hiesl und von Zwischennutzern am Ebertplatz analysiert und in Ortsbegehungen erkundet.

Kontakt: barbarafoerster@t-online.de

Tags: Kunst im öffentlichen Raum, künstlerisch-mediale Praxis, Lehre, Raum, Stadt