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13. dokumentarfilmwoche hamburg

Vom 6. bis 10. April wird während der 13. Hamburger dokumentarfilmwoche in drei Festivalkinos und dem Festivalzentrum im Gängeviertel ein internationales Filmprogramm gezeigt, das sowohl kleine, abseitige und experimentelle Dokumentarfilme, als auch Höhepunkte aus dem aktuellen dokumentarischen Filmschaffen beinhaltet. Auch Arbeiten aus und über Hamburg sind weiterhin wichtiger Bestandteil des Programms. Die Retrospektive widmet sich dem chinesischen Filmemacher Wang Bing.

Neu ist die Reihe Positionen, in der die Veranstalter der dokumentarfilmwoche gemeinsam mit Expert*innen aktuelle politische und ästhetische Tendenzen des Dokumentarfilms debattieren. Aus der schönen Reihe möchte ich besonders die Veranstaltung look who’s talking? – das „fremde“ zum sprechen bringen hervorheben. Im Programm heißt es dazu:

»Eine der grundlegenden Fragen des (dokumentarischen) Films betrifft die Möglichkeiten im Umgang mit dem Anderen, seiner Repräsentation. Wie erzählt ein Film von den Figuren vor der Kamera, wie bringt er diese überhaupt erst hervor? Die Art der Darstellung des Anderen partizipiert dabei an der Konstruktion einer bestimmten Subjektposition hinter der Kamera, in der immer auch Politisches mitschwingt. Sie wirft somit auch Fragen nach einer Verantwortlichkeit der Filmemacher*innen auf, die nach filmästhetischen Strategien verlangt, die in der Lage sind, diesen Schwierigkeiten zu begegnen und sie zu reflektieren. In einem Filmgespräch wollen wir uns anhand zweier im weitesten Sinne ethnografischer Filme aus dem diesjährigen Programm – »The Masked Monkeys« und »of the North« – mit ihren Macher*innen diesem Thema annähern. »The Masked Monkeys« bildet in 16mm-Schwarz-Weiß-Bildern ein Ritual auf der Insel Java ab, während »of the North« ausschließlich aus auf YouTube vorhandenen Clips der Inuit einen Film über den Norden/aus dem Norden macht…«

Die Gastgeber des Abends Alejandro Bachmann (wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Vermittlung im Österreichischen Filmmuseum) und André Siegers (Filmemacher) diskutieren mit den Gästen Anja Dornieden, Juan David Gónzales Monroy und Dominic Gagnon.

The Masked Monkeys ist im Rahmen eines Kurzfilmprogramms am Do 7. April im Metropolis zu sehen. of the North läuft am Fr 8. April im B-Movie.

Girls on Screen // VETO beim IKKF

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, hier auf zwei spannende Filmveranstaltungen in Hamburg hinzuweisen: die eine ist noch kurz vor dem IKKF (das am 9. Juni startet) und die andere mittendrin.

Girls on Screen | HfbK | 08.06.15

Girls on Screen
Montag 8. Juni um 19h
Galerie der Hfbk

Screening mit Arbeiten von Hedvig Berglind (London), Ian Gilles (London) und Nicolaas Schmidt (HFBK, VETO), im Anschluss ein offenes Gespräch am runden Tisch mit den KünstlerInnen und eingeladenen GesprächspartnerInnen – u.A. Wiebke Schwarzhans (HFBK), Luise Donschen (HFBK), Marlene Denningmann (VETO, CALL), Anna Tautfest (Graduiertenkolleg HFBK)

Hedvig Berglind: Untitled, Double channel, HD, stereo, 8’12, 2015
Nicolaas Schmidt: Break, Double channel, HD, stereo, 13’33, 2013
Ian Gilles: On The Way To Language, Single channel, HD, stereo, 9’38, 2014

Organisiert von Hedvig Berglind, Angela Anzi und Katja Lell

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Veto

VETO beim IKFF
Samstag, 13. Juni 2015, 19:00 Uhr
Metropoliskino, Kleine Theaterstraße

Gegründet im Frühjahr 2014 hat sich VETO Film e.V. zum Ziel gesetzt, aktuelle Positionen zeitgenössischer Film- und Videokunst aus Hamburg zu fördern. Von poetischen Filmen bis hin zu experimentellen Formen, vertritt VETO vor allem solche Arbeiten, die entgegen aller Konventionen formale Eigenständigkeit beweisen und sich gängigen Kategorisierungen entziehen.
Im Rahmen des 31. Internationalen Kurzfilmfestival Hamburg präsentiert VETO sieben Kurzfilme aus der aktuellen Film Edition:

Isabelle McEwen – Un truc formidable 12′
Josefina Gill – Preview 30′
Steffen Goldkamp – Wallenhorst 23′
Nick Koppenhagen – The Bowerbird 4′
Stella Rossié und Nicola Gördes – Komet 13′
Nicolaas Schmidt – Autumn 10′
Karsten Wiesel – Hochbrücke Brunsbüttel 12′
Gesamtlänge: 104 min.

»Etwas wird sichtbar« – Termine im Mai und Juni

Ende Mai und Anfang Juni gibt es eine Menge interessanter Filmveranstalt-ungen, auf die ich jetzt schon mal kurz hinweisen möchte.
Der Reigen beginnt am 27. Mai in Köln mit einer Tagung der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NRW, in Kooperation mit der Filmstiftung NRW:

»Etwas wird sichtbar … Schule und Bildung im Dokumentarfilm«
von 27. – 29. Mai 2010 (Beginn: 27.5. 14.00 Uhr – Ende 29.5. 14.30 Uhr),
im Filmforum NRW (Kino des Museum Ludwig), Bischofsgarten 1, Köln.

»Seit 2001 sind mehr als 30 Dokumentarfilme zum Thema Schule und Bildung entstanden. Pisaschock und die Erkenntnis, dass Bildung mehr denn je für gesellschaftliche Chancen von Kindern und Jugendlichen relevant ist, haben Dokumentarfilmer, Studierende der Filmhochschulen und Fernsehsender zur Produktion motiviert. Insgesamt zeigen die Filme unterschiedliche Handschriften und thematische Erschließungen. Alle erlauben eine Expedition der Zuschauer in das heutige System Schule, das jeder aus seiner eigenen Schulzeit zu kennen glaubt. Die Veranstaltung stellt ebenfalls Fragen nach dem Beitrag des Dokumentarischen zur deutschen Bildungsdebatte und dazu, was auch die Lehrer und Lehrerinnen, im System arbeitend, für sich daraus gewinnen können. […]«

Am 30. Mai geht es dann »nahtlos« weiter in Hamburg mit dem 12. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival, vom 30. Mai bis zum 6. Juni 2010 in den Zeise-Kinos, Hamburg.

»Vom 30. Mai bis zum 6. Juni 2010 habt ihr die Möglichkeit 50 Filme aus 20 Ländern im Kinosessel zu genießen. Die Mo- und die Friesejury werden am 6. Juni die beiden stolzen Preisträger des diesjährigen Festivals verkünden. Das Hauptthema von Mo&Friese Alt und Jung wird euch im gesamten Festival immer wieder begegnen. So haben Kinder im Rahmen des „Gib mir Fünf!“-Wettbewerbs unter dem Motto Milchzahn und Silberhaar viele Filme über das Zusammensein von Senioren und Kindern gedreht.
Lebenszeiten, das Eröffnungsprogramm, blickt auf Verbindendes und Trennendes dieser beiden Generationen. Unser Sonderprogramm Verst(r)ickt & Zugenäht zeigt Filme, die gebastelt, gestickt oder gehäkelt sind. Es möchte Lust aufs Ausprobieren machen und zeigen, dass Handarbeit nicht nur etwas für Großmütter ist.«

Neben den Filmen in den unterschiedlichen Programmen wird auch in diesem Jahr wieder ein Filmprogramm der KurzFilmSchule zu sehen sein.
Am 2. Juni um 16 Uhr in den Zeise-Kinos präsentieren Schüler der Klasse 8c des Gymnasiums Corveystraße Kurzfilme, die im letzten Jahr in der Workshops der KurzFilmSchue entstanden sind.
Sicherlich eine spannendes Programm für all diejenigen die an Schülerfilmen und an künstlerischer Filmvermittlung an Hamburger Schulen interessiert sind.

Und nur einen Tag später, am 1. Juni, beginnt das 26. Internationale Kurz Film Festival Hamburg.

Das 25. Festival mit Kurzfilmen aus aller Welt in Hamburg

Zum 25. Mal zeigt das Internationale KurzFilmFestival Hamburg vom 2. bis 8. Juni über 400 Kurzfilme aus mehr als 40 Ländern.

Anlässlich des Jubiläums wird ein Festivalmuseum eingerichtet ‚Äì „aller Voraussicht nach im Foyer des Filmhauses. Für dieses Museum, eine Art IKFF-Wohnzimmer, haben wir in unseren Kellern, Regalen und Schränken gewühlt und historische Überreste aus der Festivalgeschichte hervorgeholt. Plakate, Kataloge, T-Shirts, Restbestände des 35ml-Clubs und vieles andere mehr werden zu bestaunen und befühlen sein.“

Fast zeitgleich zum IKFF findet vom 1. bis zum 7. Juni das 11. Mo&Friese KinderKurz-FilmFestival statt– mehr Informationen finden Sie hierzu unter www.moundfriese.de.

Neben Mo&Friese für die Kinder und das IKFF für die Erwachsenen, werden in diesem Jahr zum ersten Mal auch Filme von jugendlichen bzw. jungen Filmemachern präsentiert: Taufrisch ‚Äì Das Jugendprogramm. Hier haben Schüler des Gymnasiums Ohmoor Kurzfilme für Jugendliche aus aktuellen Einreichungen und dem KFA-Archiv ausgewählt.

Zusätzlich werden Filme von Jugendlichen für Jugendliche gezeigt, die Schüler verschiedener Hamburger Schulen während Workshops in Zusammenarbeit mit der KurzFilmSchule Hamburg produzierten.