Abstract

Die Entwicklung von Smart Homes im Rahmen von eHealth zielt darauf, älteren und kranken Menschen ein Leben in ihrer eigenen häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Dieses Versprechen wird durch zwei Argumente gestützt: Demnach wünschen sich Menschen erstens, so lange wie möglich zu Hause zu leben. Zweitens wachsen der Bedarf und damit die Kosten an Pflegepersonal und -einrichtungen. Damit erfüllten Smart Homes die Wünsche der Einzelnen und lösen die anstehenden gesellschaftlichen Probleme der nahen Zukunft. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Beitrag das Verhältnis zwischen Wohnen, Pflege und Autonomie. Wie gestaltet sich dieses aus der Sicht (und den Interessen) der Anbieter, aus der Erfahrung und Perspektive der Bewohner*innen von Smart Homes und vom Blickpunkt der Pflegedienste und Pflegenden.

Info

Irina Kaldrack bekleidet seit dem Wintersemester 22/23 die Dozentur für Gesellschaft und Digitalisierung an der Bauhaus-Universität Weimar. Sie war Professorin am Foreign Studies College der Hunan Normal University in Changsha, China (Frühjahrssemester 2022) und verwaltete die Professur „Wissenskulturen im digitalen Zeitalter“ an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (2015 – 2021). Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Theorie und Geschichte digitaler Medienkulturen in Europa und China, die Gestaltung digitaler Kulturen im Kontext von gesellschaftlichen Transformationen und Nachhaltigkeit sowie Methoden der Medienwissenschaft an der Schnittstelle von Gestaltungsprozessen, künstlerischer Praxis und medienwissenschaftlicher Forschung. Von 2017-2019 leitet Kaldrack das Projekt „The Entanglement between Gesture, Media, and Politics“, das von der VW-Stiftung im Rahmen des Programms „Kunst und Wissenschaft in Bewegung“ gefördert wurde. Letzte Veröffentlichungen umfassen die Herausgaben „Throwing Gestures“ Wien 2021, zusammen mit Florian Bettel und Konrad Strutz sowie „Preferable Futures – Trans-Formation Design in Digital Cultures“ zusammen mit Rolf F. Nohr. Aktuellste Artikel sind „Medienkultur, analoge und digitale Medien“ (in: Sven Stollfuß, Laura Niebling und Felix Raczkowski „Handbuch Digitale Medien und Methoden“, Wiesbaden 2022) und „Videoconferencing in Teaching Constellations“ (zs mit Philipp Deny und Andreas Weich; in: Axel Volmar, Olga Moskatova und Jan Distelmeyer, „Video Conferencing: Practices, Politics, Aesthetics“, Bielefeld 2022).