Abstract

Sowohl der Einbezug von Digitalisierung als auch Inklusion können entweder als bildungspolitische Desiderate (z.B. KMK, 2016; 2011) aufgefasst werden, die von außen an den Kunstunterricht herangetragen werden, oder als dem Fach inhärente Aspekte. Beides wird in der Kunstpädagogik kontrovers diskutiert (z.B. Loffredo, 2018, Peez, 2018). Je nach Sichtweise ergeben sich Potenziale, Herausforderungen und auch Aufgaben für den Kunstunterricht. So stellen digitale Medien in vielerlei Hinsicht eine große Bereicherung dar. Gleichzeitig gewinnen gerade in einer Zeit, in der die digitale und reale Welt zunehmend miteinander verschmelzen, Erfahrungen mit vielen Sinnen und mit Materialien sowie traditionellen analogen Arbeitsweisen an Bedeutung. Eine ähnliche Betrachtung ergibt sich für inklusive Settings im Kunstunterricht. Ist Kunst an sich bereits inklusiv, weil sie eine andere Art der Kommunikation ermöglicht oder gerade deshalb exklusiv, da auch diese Kommunikation erlernt werden muss? Der Vortrag skizziert und strukturiert nach einer grundlegenden begrifflichen Einordnung zunächst getrennt die jeweiligen Potenziale und Aufgaben für den Kunstunterricht und geht anschließend auf Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten ein, beide Aspekte miteinander zuverbinden.

Info

Rebekka Schmidt (*1977), Dr. phil., Professorin für Kunstdidaktik mitbesonderer Berücksichtigung von Inklusion an der Universität Paderborn. Lehramtsstudium mit Hauptfach Kunst an der Otto-Friedrich Universität Bamberg.
Arbeitsschwerpunkte: Kunstunterricht und Kunstlehrkärfte in einer digital geprägten Welt, fachspezifische Aspekte von Inklusion, Inverted Classroom, Tablets und Blended Learning im Kontext von Hochschullehre.
blogs.uni-paderborn.de/kunstdidaktik/
kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/kunstdidaktik-mit-besonderer-beruecksichtigung-von-inklusion/