monthly lectures
Kunst & Kunsttheorie

Abstract

Mit dem Phänomen Podcasting wächst das Spektrum an hörbaren Inhalten im Internet – ob als „Corona Update“, „True Crime Serial“ oder als „Gemischtes Hack“. Podcasts sind im Mainstream der Medienrezeption angekommen. Bespielt wird das Feld beispielsweise von privaten Podcastern, öffentlichen Institutionen und traditionellen Medienanbietern. Diese unterschiedlichen Produzenten verbindet die Wahl des Gestaltungsmittels: das Auditive. In der Reflexion des Phänomens kristallisiert sich in den letzten Jahren eine eigene Disziplin heraus: Die so genannten Podcast Studies. Dieses Forschungsfeld und seine Strömungen sind Gegenstand des Vortrags. Betrachtungen zu historischen Aspekten, dem Einfluss von Plattformlogiken und die Nähe zu radiophonen Gestaltungsformen sollen eine differenzierte Sicht auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld eröffnen.

Info

Tobias Ortmanns, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Studiengang Intermedia der Universität zu Köln. Studium Sonderpädagogik an der Universität zu Köln, Studium Medienwissenschaft-Medienpraxis Eberhard Karls Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt auditive Kommunikation. Medienberatung unter anderem für Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk und Südwestrundfunk. Dissertation zum Thema „Podcasts und der öffentlich-rechtliche Hörfunk in Deutschland“. In seiner künstlerischen Praxis nimmt er Alben auf, singt, textet und spielt Konzerte mit der Musikgruppe Komplizen der Spielregeln.