Abstract

Die Alt-Right Bewegung reklamierte nach der US-Wahl den neuen Präsidenten Trump ins Weiße Haus „geshitposted“ zu haben. Ob sie wirklich so einflussreich waren, bleibt fraglich; nichtsdestotrotz ist es lohnenswert sich mit den Strukturen und Ideologien der Bewegung zu beschäftigen. Denn klar ist: Sie ist ein netzkulturelles Phänomen mit großen Einfluss, das viele nicht auf dem Zettel hatten.

Der Vortrag fand im Rahmen des Projekts „Ästhetische Praxis als Medienkritik“ an der Universität zu Köln statt und wurde durch das Grimme-Forschungskolleg finanziert. In einer Workshop-Reihe wurden vor dem Hintergrund der Herausforderungen der postdigitalen Gesellschaft aktuelle Formen und Praxen von Kritik untersucht. Vier ­interdisziplinäre Workshops bildeten die Basis für eine Bestandsaufnahme kritischer Medienpraxis in der ­aktuellen Medienkultur und für die Schärfung des Kritikbegriffs an aktuellen künstlerischen Praxen. ­Angesiedelt an der Professur für Ästhetische Bildung war die Workshop-Reihe Teil des ­größeren Forschungsschwerpunktes Post-Internet Arts Education des Instituts für Kunst & Kunsttheorie und wurde in Kooperation mit dem Grimme-Institut durchgeführt.

 

Info

Michael Seemann, geboren 1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaft in Lüneburg. Seit 2005 ist er mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv. Seine Thesen zum Kontrollverlust hat er 2014 auch als Buch veröffentlicht: Das Neue Spiel, Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust. Er gibt Seminare zur Internetkultur an der Universität zu Köln und hält Vorträge über Kontrollverlust, Plattformen und digitalen Tribalismus.

Web: ctrl-verlust.net