Abstract

Es scheint, als sei die Debatte um die Frage nach der Vereinbarkeit von Kunst und Pädagogik geführt. Abgelöst durch zeitgenössische wie zeitgemäße Diskurse zu Kunst und Digitalität, zu neuen Materialitäten und ästhetischen Erfahrungsprozessen zwischen realen und virtuellen Räumen und Handlungsvollzügen, zur machtheoretischen Auseinandersetzung mit Kunst- und Kulturgütern, zum Umgang mit Queerer Kunst, mit Inklusion und vielzähligen weiteren hochrelevanten Themen, die das kunstpädagogische wie kunstvermittelnde Handeln berühren, ist es zugleich unausweichlich, ja unverzichtbar, sich anhaltend die Frage nach der persönlichen inneren Haltung zu stellen. Diese berührt jede und jeden von Ihnen und uns so grundsätzlich, weil sie unser tägliches Handeln und schöpferisches Tun bestimmt. Ich lade Sie ein, an einem Prozess teilzuhaben, welcher der Befragung und Bewusstwerdung der eigenen Identitäten zwischen Kunst und Pädagogik und… Raum gibt.

Info

Andrea Dreyer ist Professorin für Kunst und ihre Didaktik an der Bauhaus-Universität Weimar. Als Gründungsmitglied im Internationalen Heritage-Zentrum und langjährige Ausrichterin des Internationalen Symposiums der Architekturvermittlung stellt sie sich nicht nur den Fragen der Kunstlehrendenprofessionalität, sondern auch jenen nach dem Umgang mit (Bau-)Kulturellem Erbe vor dem Hintergrund der Potentiale digitaler Medien für Aneignungs- und Transferprozesse im ländlichen wie urbanen Raum.