Stefan Bast: Rückkehr zur Scham. Autoethnografische Forschung in der diskriminierungskritischen Kunstpädagogik (04.06.2025)
Abstract
Kunstpädagogische Positionen vom 04.06.2025
Schambehaftete Situationen können in Bildungsprozessen eine bedeutsame Rolle spielen. Der Vortrag „Rückkehr zur Scham. Diskriminierungskritisch-autoethnografische Forschung in der Kunstpädagogik“ will entlang eines Forschungsprojektes aufzeigen, was es einerseits heißt, an der Schnittstelle Kunst und Bildung autoethnografisch zu forschen und dabei andererseits den Aspekt der Scham, der genauer gefasst werden soll, besonders berücksichtigen. Auf Grundlage konkreter Situationen, sollen unter diskriminierungskritischer Perspektive Momente der Ermöglichung und Verhinderung nachvollziehbar gemacht werden und Erkenntnisse herausgearbeitet werden. Hierbei wird auch die Gleichzeitigkeit der Rolle des Forschenden in der Auseinandersetzung mit der eigenen Bildungsbiografie als zentraler Forschungsgegenstand und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen zu reflektieren sein. Resümierend sollen Potentiale der dargelegten Forschung thematisiert und Möglichkeiten der Transformation für das kunstpädagogische Forschungsfeld benannt werden.
Info
Stefan Bast (er/ ihm/ kein Pronomen) ist Kunstpädagoge*, Künstler_Forscher* und Lehrer*. Er schloss ein Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel und ein Studium für das Lehramt an Gymnasien für die Fächer Kunst, Deutsch und Geografie an der Kunsthochschule Kassel und der Philipps-Universität Marburg erfolgreich ab. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter* arbeitet er im Bereich Kunstdidaktik gemeinsam mit Carmen Mörsch an der Kunsthochschule Mainz und lehrt als akademischer Mitarbeiter* (in Vertretung) an der Universität Potsdam am Lehrstuhl von Andreas Brenne. Er forscht im Projekt „Curriculum für eine diskriminierungskritische Praxis an der Schnittstelle Bildung/Kunst“ (Kunsthochschule Mainz), wo er Macht- und Herrschaftsdiskurse im kunstpädagogischen Feld aus diskriminierungskritischer Perspektive untersucht. Sein Schwerpunkt ist die kritische Auseinandersetzung zu/mit weißSein, Körper(-politiken), hegemonialen Männlichkeitsbildern sowie Klasse als Ungleichheitskategorie. In seinem (visuell) autoethnografisch-diskursanalytischen Dissertationsprojekt untersucht er unter einer diskriminierungskritischen Perspektive (Selbst-)Bildungsprozesse und hegemoniale Strukturen im kunstpädagogischen Feld und geht der Frage nach, wie ein diskriminierungskritischer Kunstunterricht gelingen kann.
Er* lehrt in regelmäßigen Abständen an verschiedenen Hochschulen (Universität der Künste Berlin, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Goethe-Universität Frankfurt) und arbeitet freiberuflich mit Museen und Bildungsinitiativen zu Diskriminierungskritik in Kunst und Pädagogik zusammen.
