Veronika Phung: Praxistheoretische Videostudie zu Inklusion im Musikunterricht
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In welchen Situationen wird Gemeinsamkeit beim Musizieren in Kleingruppen hergestellt? Wann sind liminale Phasen des Gruppenmusizierens und welche Folgerungen können daraus für einen inklusionsorientierten Musikunterricht gezogen werden?
Im Diskurs um das Klassenmusizieren als spezifisches Handlungsfeld des schulischen Musikunterrichts liegt das Interesse von musikpädagogischen Perspektiven auf der Ermöglichung von gemeinsamen Musiziermomenten. Es gibt verschiedene Ansätze in empirischen Studien, die sich in der Untersuchung einer gemeinsamen Musizierpraxis mit der „spezifische[n] Erlebensqualität von ‚Gemeinsamkeit‘ während des Musizierens“ (Gerland, 2019, S. 125) befassen.
Im Vortrag soll ein fokussierter Einblick in liminale Spielphasen gegeben werden, die als spezifische Momente gemeinsamen Musizierens aufgrund der geltenden impliziten Regeln verstanden werden. Ausgehend von der Soziomaterialität von Gruppenmusiziersituationen dient die Adressierungsanalyse (Kuhlmann, 2023; Rabenstein, 2018) als praktikenanalytischer Zugang auf videographierte Musikunterrichtsstunden. Eine methodische Rahmung bildet die interpretative Videoanalyse (Tuma et al., 2013). Die rekonstruierten Gruppenmusiziersituationen werden mittels ritualtheoretischer Überlegungen (Turner, 2005, 2013) kontextualisiert und die Vorgänge innerhalb der liminalen Phasen – an Hirschauer (2017) anlehnend – als undoing-Prozesse reflektiert.
Veronika Phung ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department Kunst und Musik der Universität zu Köln und arbeitet im Forschungsprojekt COMeARTS Musik unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Rolle. Sie war Lehrerin für Musik und Englisch am SBBZ Stephen-Hawking-Schule und am Max-Born-Gymnasium in Neckargemünd und promovierte zu inklusionsorientierten Gruppenmusiziersituationen an der Hochschule für Musik Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Anerkennungs- und Subjektivierungsprozesse im inklusionsorientierten Musikunterricht, inklusionsorientierte Musiklehrer:innenbildung, qualitative Unterrichtsforschung sowie digital- und KI-gestütztes Musikmachen und Songwriting mit KI.
Bildcredits: Veronica Phung
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann.
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.