Pascal Rudolph: Von Prompt zu Pop: Generative KI in digitalen Musikkulturen
„I think the majority of people don’t enjoy the majority of the time they spend making music“, so Mikey Shulman in einem Interview über die Vision von Suno AI. Diese Äußerung des CEO der wohl bekanntesten KI-Software zur Generierung von Popmusik sorgte für eine Kontroverse. Als die Warner Music Group im November 2025 ihren seit 2024 laufenden Rechtsstreit mit Suno durch eine Lizenzvereinbarung beendete, wurde dies gleichzeitig vielfach als Hinweis auf einen möglichen Paradigmenwechsel gelesen: Große Musiklabels beginnen, KI-Plattformen nicht mehr nur juristisch zu bekämpfen, sondern strategisch einzubinden. Der Vortrag nähert sich der musikkulturellen Bedeutung von KI im Allgemeinen und von Suno im Besonderen anhand von drei Schlüsselbegriffen: Prompt Engineering (als Neubestimmung der Rolle von Musikschaffenden und des zugrunde liegenden Musikbegriffs), Gamification (die Beziehung zwischen User*innen und Software) sowie Toolification (die strategische Konzeptualisierung von Musik-KI als Werkzeug). Dabei wird auch die Geschichte von algorithmischer Musik beleuchtet.
Dr. Pascal Rudolph ist Vertretungsprofessor für Medienästhetik mit Schwerpunkt Musik an der Universität zu Köln und Postdoc für Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalität an der Hochschule für Musik Nürnberg. Seine Forschung wurde national wie international ausgezeichnet. Er ist im Vorstand der Kieler Gesellschaft zur Filmmusikforschung, Generalsekretär der International Association for the Study of Popular Music German-Speaking Branch sowie Mitherausgeber der Kieler Beiträge zur Filmmusikforschung und der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie. Er forscht und lehrt an der Schnittstelle von Musik, Medien und Popkultur.
Bildcredits: Dr. Pascal Rudolph
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann.
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.