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Nora Landkammer (Linz): Forscher zeichnen. Ein Recherchebeispiel zur Kolonialität der Kunsterziehungsbewegung

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Die Ausstellung „Das Kind als Künstler“ in der Hamburger Kunsthalle (Lehrervereinigung für die Pflege der künstlerischen Bildung 1898) wird als einer der Auftakte der Kunsterziehungsbewegung erzählt, auf deren Reformideen vieles zurückgeht, was das Selbstverständnis von Kunstpädagogik und -vermittlung heute prägt: kreative Entfaltung und individueller Ausdruck genauso wie eine Skepsis gegenüber Norm und Disziplin. Was dabei wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist die Rolle von Objekten aus dem Völkerkundemuseum und Zeichnungen von Erwachsenen aus ethnologischen Publikationen, die der Katalog dokumentiert. Meine Recherche geht Abbildungen nach, die aus Karl von den Steinens Reisebericht der 2. Brasilien-Expedition ins obere Xingú-Gebiet entnommen sind. Sie fragt nach der Entstehung der Bilder, nach Gewalt und Widerstand in der Contact Zone, nach der Kolonialität der Kunsterziehungsbewegung, danach, wie Evidenzeffekte für Rekapitulationstheorien intertextuell und interdisziplinär produziert wurden und danach, was wir, hier, jetzt, im Nicht-Passen und Zurück-Zeichnen in den Bildern sehen können.

Nora Landkammer ist Kunstvermittlerin und leitet als Professorin am Institut für Kunst und Bildung der Kunstuniversität Linz die Abteilung Fachdidaktik – Vermittlung – Forschung. In Praxis und Wissenschaft beschäftigen sie kolonialitäts- und diskriminierungskritische Perspektiven in der Bildungsarbeit und in Kulturinstitutionen. Methodisch liegt ihr Schwerpunkt neben Diskursanalyse auf der Aktions- und Praxisforschung. Sie ist aktiv im Kollektiv EAR und im Netzwerk Another Roadmap for Arts Education.

 

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden, externen Interessierten etc. sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Ilias. (Externe Interessierte melden sich bitte per mail bei Nabi Wenke: Nwenke@smail.uni-Koeln.de

Das Semesterprogramm der Ringvorlesung Kunstpädagogische Positionen findet sich hier.

 

Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann. 
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.

Bildcredits: Lehrervereinigung für die Pflege der künstlerischen Bildung: Das Kind als Künstler. Ausstellung von freien Kinderzeichnungen in der Kunsthalle zu Hamburg, 1898, Deckblatt und Ausschnitt S. 34

Veranstaltungsort

THEATER (Raum 2.212)
Gronewaldstr. 2
Köln, 50931 Deutschland
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Veranstalter

Institut für Kunst & Kunsttheorie
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