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Dr. Ronja Kampschulte & Prof. Dr. Christian Rolle: Partizipative Forschungsmethoden im dialoguing@rts-Projekt

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Wie ist partizipative Forschung in partizipativen künstlerisch-pädagogischen Projekten möglich? Im Rahmen des EU Horizon Projektes dialoguing@rts wurde vom Department Kunst und Musik in Kooperation mit der Kulturabteilung der Stadt Ulm im dortigen Quartier Alter Eselsberg ein ehemaliges italienisches Restaurant als offener Begegnungsraum angemietet, um gemeinsam mit Anwohner*innen Projekte kultureller Praxis als Teil des Alltags im Sozialraum zu realisieren. Im Mittelpunkt einer ersten Künstler*innenresidenz stand die kollaborative Entwicklung einer Klanginstallation, die Klänge des Stadtteils als musikalisches Material nutzte. Ein Verein wurde gegründet, um künstlerische Interventionen sowie Nachfolgeprojekte im so getauften Kreativlabor der Nachbarschaft realisieren zu können. Schulklassen einer naheliegenden Schule treffen sich unter anderem regelmäßig im KreaLab. Das Vorhaben versteht sich als community-based action research, in dem untersucht wird, wie durch die künstlerischen Begegnungsräume individuelle kulturelle Kompetenzen gefördert und sozialer Zusammenhalt gestärkt werden können. Der Beitrag beleuchtet und diskutiert die Chancen und Herausforderungen offener partizipativer Prozesse, Interessenskonflikte zwischen den Akteuren und die Spannungen, die sich aus den unterschiedlichen Logiken künstlerischer Praxis und sozialer Arbeit, den Erfordernissen wissenschaftlicher Datenerhebung und dem Bemühen um die Schaffung nachhaltiger Strukturen für die Kulturelle Bildung ergeben.

 

Prof. Dr. Christian Rolle ist seit 2015 Professor für Musikpädagogik im Department Kunst und Musik an der Universität zu Köln und Leiter des Instituts für Europäische Musikethnologie. Nach einem Lehramtsstudium in den Fächern Musik und Philosophie und der Promotion arbeitete er mehrere Jahre als Lehrer in Hamburg. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Grundfragen musikalisch-ästhetischer Bildung. Er forscht im Projekt EcoLit zu den Potentialen künstlerischer Praktiken für die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung und im Rahmen von ComeArts zum Einsatz digitaler Musiktechnologien im Unterricht. Im Horizon Europe Vorhaben dialoguing@rts leitet er die an der Universität zu Köln angesiedelten Teilprojekte.

 

Dr. Ronja Kampschulte ist Postdoktorandin am Institut für Europäische Ethnomusikologie der Universität zu Köln und arbeitet im Horizon-Europe-Projekt dialoguing@rts – Advancing Cultural Literacy through Dialogical Arts Education. Sie promovierte 2024 am Institut für Afrikanistik der Universität zu Köln mit einer Dissertation zu Performativität, Kunst- und Kulturvermittlung und postkolonialer Theorie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Transkulturalität, interkulturelle Kommunikation und dem transformativen Potenzial künstlerischer Praktiken. Zuvor war sie als Referentin für Kulturelle Bildung bei der Kulturabteilung der Stadt Ulm tätig, wo sie partizipative Projekte entwickelte und Kooperationen zwischen Kulturpolitik, Bildung und Zivilgesellschaft initiierte und begleitete.

 

 

 

 

Bildcredits: Christian Rolle

 

Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann. 
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.

Veranstaltungsort

THEATER (Raum 2.212)
Gronewaldstr. 2
Köln, 50931 Deutschland
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Website:
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Veranstalter

Department Kunst und Musik