Gastvortrag: Carolin Jakob, Anna Sprenger: Thinking beyond AI4ArtsEd – Künstlerische Praktiken mit und über generative KI für die Bildungspraxis
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Die rasante Entwicklung von (generativer) KI transformiert nicht nur gesellschaftliche und politische Strukturen, sondern auch Bildungstheorie und -praxis. In der kunstpädagogischen Bildung entsteht daraus ein komplexes Spannungsfeld: Einerseits prägen kommerzielle generative KI-Anwendungen zunehmend Bildkulturen und riskieren eine funktional verkürzte Nutzung, andererseits eröffnen KI-gestützte künstlerische Praktiken neue kreative und ästhetisch-explorative Gestaltungsmöglichkeiten.
Das Projekt Artificial Intelligence for Arts Education (AI4ArtsEd) adressiert dieses Spannungsfeld aus interdisziplinärer Forschungsperspektive. Im Zentrum stehen kunstpädagogisch fundierte Nutzungskonzepte sowie offene technologische Infrastrukturen, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit algorithmischen Logiken, ästhetischen Bedingungen und ethischen Implikationen ermöglichen. Der Vortrag präsentiert Erkenntnisse aus Fallstudien, Experteninterviews und Situationsanalysen und beleuchtet die Entwicklung und Erprobung eines generativen Open-Source-KI-Systems für kunstpädagogische Bildungsprozesse.
Anna Sprenger ist Doktorandin am Institut für Kunst der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. In ihrer Forschung untersucht sie anhand dekolonialer Theorien die kolonialen Fortführungsmechanismen in algorithmischen Technologien. Sie ist Teil des BMBF-Projekts “Artificial Intelligence for Arts Education” sowie des Grimme Forschungskollegs geförderten Projekts “Algorithmic Literacy Lab”. Ihr Beitrag “Un(be-)rechenbare Geschichten – zwischen den Zeilen des technologischen Solutionismus lesen” ist kürzlich im Sammelband Bildung des Narrativen. Transdisziplinäre Perspektiven auf intermediales Erzählen [in] der Postdigitalität erschienen.
Carolin Jakob ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Department für Kunst und Musik an der Universität zu Köln. Im Rahmen des vom BMBF geförderten interdisziplinären Forschungsprojekts Artificial Intelligence for Arts Education wirkt sie an der Entwicklung einer KI-Technologie für die Kulturelle Bildung mit. In ihrer Promotion untersucht sie ko-kreative Praktiken mit und über generative KI an der Schnittstelle von Kunst, KI und Bildung. Zudem ist sie ausgebildete Kunstlehrerin und hat ihr Referendariat an einer integrativen Gesamtschule absolviert.
Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden, externen Interessierten etc. sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Ilias. (Externe Interessierte melden sich bitte per mail bei Nabi Wenke: nwenke1@uni-koeln.de
Das Semesterprogramm der Ringvorlesung Kunstpädagogische Positionen findet sich hier.
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann.
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.
Bildcredits: KI generiert