Silvia Henke (Luzern): Que sera, sera? Kunstpädagogik als Praxis der Zukunft
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Seit einiger Zeit steht die Zukunft in vielen Bildungsagenden auf dem Programm. Insbesondere die Future Skills, das 4K-Modell des Lernens sowie die Bildung für Zukünfte (UNESCO) akzentuieren Konzepte mit Handlungs- und Gestaltungskompetenzen für die Zukunft. Dabei erschöpfen sie sich oft in der aufwendigen Extrapolation von Szenarien und in der Auflistung von wenig ausdifferenzierten Kompetenzen. Demgegenüber möchte mein Vortrag die in den Futures Literacy vorgeschlagene Kompetenz der «Zukunftsgestaltung» aus kunstpädagogischer Perspektive aufnehmen, konkretisieren und problematisieren. Denn im Feld der Kunst und der Kunstpädagogik ist Zukunft immer verbunden mit ästhetischen Praktiken, die sich einfachen Bauplänen und Zeitregimes entziehen. Damit kann sie, anders als die Konzepte von «Skills» und «Fertigkeiten» es eventuell vorsehen, geübt werden als eine «Kunst des Ungewissen» (Terzic). Dies soll an Beispielen und Denkfiguren aufgezeigt werden, die aus dem Ungewissen schöpfend den Rationalisierungstendenzen in der Bildung kreativen Widerspruch entgegensetzen: ironisch, dystopisch, widerständig, chaotisch und sogar ein wenig utopisch. In diesem Sinn können sie gerade im Licht und Schatten «künstlicher Intelligenz» wichtig und wegweisend sein.
Prof. Dr. Silvia Henke (Professorin für Kulturtheorie und Kunstpädagogik Hochschule Luzern Design Film Kunst) absolvierte ein Studium der Deutschen und Französischen Philologie, Philosophie und Medienwissenschaft im Basel und Hamburg. Seit 2001 Professorin für Kulturtheorie an der Hochschule Luzern Design Film Kunst im Bachelor und im Master Fine Arts/Art Education sowie Leitung der transdisziplinären Reflectmodule. Gegenwärtige Unterrichts- und Forschungsschwerpunkte: Praktiken ästhetischen Denkens, ästhetische Bildung, Kultur- und Bildtheorien, Kunstpädagogik und Ökologie, Transkulturelle Kunstpädagogik. Projekte und Publikationen unter www.silviahenke.ch und https://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/ueber-uns/personensuche/profile/?pid=599
Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden, externen Interessierten etc. sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in Ilias. (Externe Interessierte melden sich bitte per mail bei Nabi Wenke: Nwenke@smail.uni-Koeln.de
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann.
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.
Bildcredits: Michael Meier, Anna Schmid, Nachsaison III (Installationsansicht «Als gäb’s kein Morgen», Rehmann Museum 2023)