** FÄLLT AUS ** Vortrag von Ibou Diop: Jenseits der Kolonialgeschichte: Kultur, Politik und neue Imaginationen Poetiken und Politiken des Zusammenlebens
** Der Vortrag wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben **
Der Vortrag fragt danach, was Kunst vermag und was Politik leisten kann – und ob sich beide überhaupt voneinander trennen lassen, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht. Politisches Handeln erscheint hier als eine Poetik des Zusammenlebens: als Praxis, die Beziehungen gestaltet, Würde behauptet und Zukunft imaginiert. Ausgangspunkt ist die Unabhängigkeitsbewegung des afrikanischen Kontinents und ihre Resonanzräume in den Amerikas, auf den pazifischen Inseln sowie im Deutschland der Nachkriegszeit.
In einer Epoche der Unruhe und Neuorientierung formierte sich eine dichte intellektuelle, poetische und politische Solidarität, getragen vom gemeinsamen Wunsch nach einer gerechteren Welt. Anhand panafrikanischer Festivals wie dem Congrès des artistes et écrivains noirs, dem Festival des Arts nègres und dem Festival panafricain d’Alger sowie zentraler Akteur*innen dieser Bewegungsgeschichten zeigt der Vortrag, wie diasporische Persönlichkeiten seit Jahrzehnten in einer dreieckigen Beziehung zwischen Afrika, Europa und den Amerikas an Projekten der Humanisierung arbeiteten. Im Fokus stehen Léopold Sédar Senghor, Aimé Césaire und Langston Hughes und die Frage, was ihre poetisch-politischen Entwürfe uns heute noch zu sagen haben.
Ibou Coulibaly Diop (1979, Segatta) ist Literaturwissenschaftler, Kurator und Dozent. Er veröffentlicht regelmäßig zur Literatur der Transkulturalität und zur Bedeutung der afrikanischen Literatur in der Welt von morgen. Für den Berliner Senat erarbeitet er ein Erinnerungskonzept Kolonialismus, für die Stiftung Stadtmuseum Berlin ist er in der Kompetenzstelle Dekolonisierung tätig. Diop lebt und arbeitet in Berlin.
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann.
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.