Abgehakt? Zum Umgang mit NS-Spuren im Petershof
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Abgehakt? Zum Umgang mit NS-Spuren im Petershof
Sonntag 12. Juli 2026, ab 14:00 Uhr
Petershof, Köln-Müngersdorf, Lövenicher Weg 9-11
An diesem Tag bringen sich Studierende aus dem Seminar antifaschistische Kunst(-geschichte) bei Lotte Püttmann aktiv mit Workshops und künstlerischen Interventionen beim Aktionstag am Petershof in Köln ein.
Mit: Elisa Witenbek, Sophie Widdig, Nele Tybussek, Anna Stork, Hayk Saribekyan, Lavi Rau, Noah Ojiako, Nele Müller, Melina Mielke, Jojo Mangels, Amira Kohlenbach, Beyza Kocpinar, Leonie Härtel, Meri Hahn, Mia Gundlach, Paula Gerz, Jonas Egger, Leni Dreßel, Helena Albrecht
Der Umbau des alten Kuhstalls im Petershof zu einer Kita der Reggio-Pädagogik (ZEBRA e.V.) wird bald beginnen. Während der NS-Zeit wurde der Stall von einer Reitergruppe der Hitlerjugend genutzt, woran ein verblasstes Wandbild mit NS-Symbolik erinnert. An diesem Tag wollen wir diese Reste in künstlerischen Interventionen entfernen und transformieren. Dabei geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hofs. Zugleich eröffnet die Veranstaltung eine Diskussion darüber, wie der Petershof künftig als Ort antifaschistischer und antirassistischer Erinnerung und Bildung gestaltet werden kann.
Programm
14 Uhr: Begrüßung
Begrüßung und Informationen zur Geschichte und der zukünftigen Gestaltung des Petershofs (mit DGS-Dolmetschung), mit Grußworten von Antonietta Abbruscato, der Vorsitzenden des ZEBRA e.V., und dem Shahrzad e.V.
14.30–16.30 Uhr: Werkstatt für aktives Erinnern und gelebte Utopien
Studierende der Universität Köln aus dem Department Kunst & Kunsttheorie bei Lotte Püttmann und im Arbeitsbereich Interkulturelle Bildungsforschung bei Sabrina Klein werden an verschiedenen Stationen Ideen für den künstlerischen und pädagogischen Umgang mit der NS-Geschichte (des Petershofs) vorstellen sowie Workshops anleiten und künstlerische Interventionen präsentieren für ein antifaschistisches Handeln in Zeiten der Faschisierung.
Freut euch auf das gemeinsame Gestalten antifaschistischer Sticker und einer Wall of Resistance sowie eine Gossip-Ecke, ein Adler Cover-up, Flugblätter zur Faschismusanalyse aus Schwarzer Perspektive, Videoinstallationen und Performances sowie Ideen für (digitale) Konzepte der historisch-politischen Bildung und mehr!
Die Kölner Künstlerin Britta Frechen kuratiert das gemeinsame Gestalten von „Ponys gegen Rechts“, die den militaristischen Drill der reitenden Hitlerjugend mit ihrer ungezähmten Heiterkeit konfrontieren werden.
15.30 Uhr: Zwei Führungen für kleinere Gruppen
Über den Petershof, und zum Gedenkort Deportationslager mit Hildegard Jahn-Schnelle vom Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.
16.30 Uhr: „Verpacken gegen das Vergessen“
Die Künstlerinnen Lydia Koch und Britta Frechen werden die Reste des NS-Wandbilds transformieren, entfernen und nach höchsten antifaschistischen Standards entsorgen und als Mahnmal für heute bewahren. Der Kölner Fotograf Marco Woyczikowski wird die künstlerische Intervention dokumentieren, sodass sie später im zukünftigen Bildungs- und Veranstaltungszentrum des Hofs präsentiert werden kann.
18 Uhr: Ausklang – Mitsingkonzert
„Gemeinsam für morgen“ mit Vinni und Miro – kölsch, solidarisch, international.
Den ganzen Tag über sorgt ein Pop-up-Café der AG Gastro und des Shahrzad e.V. (Verein für gehörlose Geflüchtete und Migrant*innen) für Speisen und Getränke.
Bildcredits: Seminar Lotte Püttmann