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Vortrag von Felicia von Karais: „Kunst und politische Bildungsarbeit im Unterricht“ – Zwischen ästhetischer Praxis, kritischer Reflexion und gesellschaftlicher Verantwortung

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Der Vortrag stellt zwei unterschiedliche Kunstprojekte vor, um aufzuzeigen, wie sich ästhetische Praxis und politische Bildungsarbeit im Unterricht miteinander verbinden lassen können.Im ersten Projekt setzte sich mein Leistungskurs mit dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau auseinander. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler konkrete Ausformungen wie rechtsterroristische Gewalt, Alltagsrassismus und institutionellen Rassismus in ihren Wechselwirkungen mit Hilfe von Recherche-Arbeite, vor allem aber auch Trauer, Schmerz und Leid der Überlebenden und Angehörigen durch eine reflexive und diskursive Auseinandersetzung untersucht. Das zweite Projekt fand im vergangenen Schuljahr statt und nahm die Abiturkünstlerin Rebecca Horn als Ausgangspunkt. Im Zentrum stand hier die Frage, wie sich Materialien, Räume und Spuren nutzen lassen, um persönliche Erinnerung und historische Orte künstlerisch sichtbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigene Rauminstallationen, in denen sie individuelle und kollektive Formen des Erinnerns miteinander verbanden.Dabei geht es nicht darum, fertige Antworten zu präsentieren. Vielmehr möchte der Vortrag Denkanstöße geben: Wie können (Frei-)Räume geschaffen werden, in denen Schülerinnen und Schüler nicht nur gestalten, sondern auch gesellschaftliche Fragen und Spannungsfelder aushandeln? Welche Rolle spielen dabei Material und künstlerische Form als Zugänge? Und wo liegen die Grenzen – in der Bewertung, im schulischen Kontext, in meiner eigenen Position als Lehrkraft? 

 

Felicia von Karais (*1985) studierte zunächst Kunstgeschichte und Spanisch an der Philipps-Universität Marburg, bevor sie 2009 nach Köln zog und dort ein Masterstudium im Internationalen Kunstmanagement absolvierte. Nach Tätigkeiten in der Kölner Galerieszene und in der Vermittlung bei der new talents – biennale cologne, verlagerte sie ihren Schwerpunkt zunehmend auf die pädagogische Arbeit und nahm 2016 ein Lehramtsstudium im Fach Kunst an der Universität Duisburg-Essen auf. Seit 2019 unterrichtet sie Kunst an einem Kölner Gymnasium und hat dort zahlreiche Projekte initiiert – sowohl schulinterne als auch Kooperationen mit Kulturinstitutionen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie Kunst gesellschaftlich wirksam werden kann – sei es im Unterricht oder in partizipativen Ausstellungsformaten wie beispielsweise dem Schüler:innen-Kurator:innen-Projekt in Zusammenarbeit mit der artothek Köln. 2025 schloss sie zudem eine zweijährige Weiterbildung in prozess- und ressourcenorientierter Kunsttherapie ab, da es ihr ein Anliegen ist auch innerhalb der oft starren Strukturen des Schulsystems offen und flexibel zu bleiben, neue methodische Ansätze einzubringen und so den Schüler:innen individuell begegnen zu können.

 

Bildcredits: Felicia von Karais

 

Gastgeber*innen & Moderation: Jane Eschment und Gesine Hopstein

 

Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann. 
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.

Veranstaltungsort

THEATER (Raum 2.212)
Gronewaldstr. 2
Köln, 50931 Deutschland
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Website:
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