Vortrag von Denise Störring, Amelie Gierling, Ida Schneider & Sophia Staden: Lieblingsorte, Farben, Punkte – Kunstunterricht in der Grundschule zwischen Anspruch und Alltag
- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Was passiert, wenn Kinder beginnen, ihre eigenen kleinen Welten zu bauen? Wenn aus Moos Landschaften werden, aus Stöcken Konstruktionen und persönliche Lieblingsorte entstehen?
Der Saloon-Abend nimmt die vielschichtigen Spannungsfelder des Kunstunterrichts in der Grundschule in den Blick: ästhetische Erfahrung trifft auf schulische Wirklichkeit, Ideen auf Rahmenbedingungen, Offenheit auf Struktur. Wie viel Offenheit braucht Kunstunterricht – und welche Struktur unterstützt ihn sinnvoll? Wie lassen sich künstlerische Prozesse ermöglichen, wenn Zeit, Raum und Material begrenzt sind? Wo entstehen Freiräume für ästhetische Erfahrungen – und wo stoßen sie an Grenzen?
Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele geben wir Einblicke in die Praxis: von der Arbeit mit Punkten in der Auseinandersetzung mit Kunst über Bildbetrachtungen mit analogen und digitalen Medien bis hin zur Herstellung eigener Farben und kleinen ästhetischen Forschungsprozessen als „Naturforscher*innen“. Im Fokus stehen nicht nur gelungene Unterrichtsideen, sondern auch Herausforderungen, Umwege und Brüche. Wie viel künstlerische Freiheit ist im System Schule möglich? Wie kann ästhetische Bildung in heterogenen Lerngruppen gelingen? Und welche Rolle spielt die eigene künstlerische Haltung? Der Abend versteht sich nicht als Sammlung fertiger Antworten, sondern als Einladung, Praxis zu teilen, Perspektiven zu öffnen und miteinander ins Gespräch zu kommen – über Möglichkeiten, Grenzen und das, was Kunstunterricht in der Grundschule sein kann.
Amelie Gierling ist derzeit Referendarin am ZfsL Engelskirchen und wird an einer Grundschule in Leverkusen-Schlebusch ausgebildet. Sie studierte Lehramt an Grundschulen an der Universität zu Köln. Neben der mathematischen und sprachlichen Grundbildung lag ihr Schwerpunkt im Bereich der Ästhetischen Erziehung. Im Rahmen ihres Referendariats erfolgt ihre weitere Ausbildung im Fach Kunst.
Ida Schneider hat an der Universität zu Köln Lehramt für Grundschulen mit den Fächern sprachliche Grundbildung, mathematische Grundbildung und ästhetische Erziehung studiert. Derzeit absolviert sie ihren Vorbereitungsdienst an einer Grundschule im Leverkusener Stadtteil Schlebusch und unterrichtet unter anderem das Fach Kunst.
Sophia Staden arbeitet seit 2020 an Grundschulen im Oberbergischen Kreis und nimmt derzeit am Seiteneinsteigerprogramm (OBAS) mit dem Fach Kunst teil. Zuvor absolvierte sie eine Ausbildung im gestaltungstechnischen Bereich und studierte für das Lehramt der Sekundarstufe II die Fächer Deutsch, Soziologie und Politik.
Denise Störring arbeitet seit 2009 als Grundschullehrerin an einer Schule in Köln-Klettenberg. Sie ist Kunstfachleiterin und Kernseminarleiterin am ZfsL Engelskirchen. Dort bildet sie Lehramtsanwärter:innen, Seiteneinsteiger:innen mit dem Fach Kunst und Ästhetische Erziehung im Grundschulbereich aus und begleitet Praxissemesterstudierende mit dem Lehramt Primarstufe und Sonderpädagogische Förderung. Neben der Tätigkeit am Seminar organisiert sie kunstpädagogische Tage, leitet die AG Grundschule des BDK NRW und ist in der bundesweiten AG Grundschule des BDK aktiv.
Bildcredits: Denise Störring
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Gebäude 216, in der Gronewaldstr. 2 statt. Die Eingänge liegen zur Herbert-Lewin-Str. Das gesamte Gebäude ist ebenerdig gelegen und weitere Etagen sind mit Aufzügen erreichbar. Die Eingänge sind für die meisten Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen breit genug. Die Türen können elektronisch geöffnet werden.
Die Veranstaltungsräume THEATER, MBR und LAB befinden sich im 2. Obergeschoss des BT2 (Bauteil 2), das am besten über den nördlichen Eingang an der Ostseite in Richtung des Kanals zu erreichen ist. Ein Aufzug ist vorhanden, allerdings müssen Zwischentüren durchquert werden, welche nur teilweise elektrisch zu öffnen sind, sodass zusätzliche Unterstützung notwendig sein kann.
In diesem Gebäudeteil gibt es keine Toiletten. Die nächsten Toiletten befinden sich im BT1 (Hauptgebäude), das mit dem Fahrstuhl und teilweise elektrischen Türen erreichbar ist. Im BT1 befinden sich binär getrennte Toiletten, welche rollstuhlgerecht erreicht werden können. Das behindertengerechte WC befindet sich im Erdgeschoss. Das WC ist ausgestattet mit einer Toilette und einer Dusche. Zugänglich ist das WC mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel, der auch beim Hausmeister dieses Gebäudes zu entleihen ist. Die nächsten Toiletten für alle Geschlechter befinden sich im Untergeschoss im BT2 und ist ebenfalls mit Fahrstuhl zu erreichen. Der Zugang zu diesen Toiletten ist während der regulären Öffnungszeiten gewährleistet.