Freie Plätze! Jana Wodicka: AFK – Pausing as a Practice for (Digital) Care?

Im Workshop 2 von Jana Wodicka der International Spring School Digital-Care-Play Lab sind noch Plätze frei!
26.–30. Mai 2026

Alle Informationen zum gesamten Programm und den weiteren Workshops der International Spring School findest Du in Klips oder auf Webseite: 

Anmeldung bis 15. märz:

  • Der Workshop ist Teil des Block 1 – Vormittags der International Spring School.
  • Meldet euch jetzt direkt mit Angaben zum Workshop-Belegwunsch, Studiengang und Matrikelnummer per Mail an: care-play-lab@gmx.de
  • Meldet auch außerdem für die Lehrveranstaltung zu Block 1 – Vormittags bei Klips an.
  • Wir melden uns bei per Email hinsichtlich der Platzvergabe zurück.

Weitere Workshops:

Neben diesem Workshop am Vormittag erwarten euch noch sechs weitere spannende Workshops während des Digital-Care-Play Lab! Bitte beachtet: Ihr könnt jeweils nur an einem Workshop am Vormittag und einem am Nachmittag teilnehmen.
Hier geht’s zur Übersicht.

Workshop: AFK – Pausing as a Practice for (Digital) Care?

Pausen sind Unterbrechungen. Als Momente des Innehaltens, Nichtstuns, der Distanzierung, Reflexion, Entschleunigung oder Regeneration sind sie unabdingbar, doch zugleich geraten sie zunehmend unter Druck – gerade unter postdigitalen und postfordistischen Lebensbedingungen. In der englischen Übersetzung ,to (take a) break‘ klingt an, dass Pausen Momente des Zusammenbruchs sein können, gleichzeitig jedoch selbst umstürzlerisches Potential haben, das sich etwa gegen die kapitalistische Logik und Organisation des Lebens richten kann.

In diesem Workshop erforschen und erproben wir das Pausieren als Begegnungsform mit einer ,vermittelten bzw. generativen Unmittelbarkeit‘, die ein fundamentales Gestaltungsprinzip digitaler Technologien ist und derzeit im Kontext generativer KI gipfelt. Welche Affektlogiken stecken hinter ihrer „breathlessness“ und „inevitability“ (vgl. Shah 2025)? Welches menschliche Begehren adressiert sie? Welche Ziele werden durch sie verfolgt? Vor dem Hintergrund dieser Fragen werden wir aktuelle Trends und Bewegungen untersuchen, die zu einer bewussten Rückkehr zu ,old tech/physical media‘ aufrufen und das Pausieren dabei zu einer politischen und solidarischen Kollektiv-Praxis erklären. Darauf aufbauend werden wir spielerisch reflektieren, welche Potentiale, Defizite und Leerstellen das Pausieren als Praxis für (Digital) Care aufweist.

 

Jana Wodicka studierte Intermedia und Medienkulturwissenschaft an der Universität zu Köln. Ihre Forschung konzentriert sich auf affektive Bindungsverhältnisse in digitalen Infrastrukturen, postdigitale Bildpraktiken der Bewältigung sowie auf die Kollektivität und Politiken ,negativer Gefühle‘, u. a. in der Wissenschaft. Sie war/ist in verschiedenen Lehr- und Forschungsprojekten tätig, darunter das Complexity Research Lab – love humans, Care Research Lab und Dank Images.

 

Das Digital-Care-Play Lab wird gefördert durch:

 

Bildcredits: Screenshot aus https://www.tiktok.com/@vioiliet_/video/7600715070951230742