Semesterthema SoSe 2026 – Planetare Narrative

Planetare Narrative
Das Semesterthema Planetare Narrative wird im Sommer fortgeführt.
Angesichts gegenwärtiger und zukünftiger planetarer ökologischer Krisen und ihrer Auswirkungen auf menschliche und nicht-menschliche Lebewesen wird in politischen und wissenschaftlichen Debatten eine sozial-ökologische Transformation gefordert, die sich nicht in wissenschaftlichen, technologischen oder ökonomischen Innovationen erschöpft. Vielmehr muss diese Veränderung als ein sozio-kultureller Wandel der Weltgesellschaften, als die Herausbildung eines grundsätzlich anderen Welt-Selbstverhältnisses der Menschen verstanden werden.
Das Semesterthema »Planetare Narrative« fragt danach, was die Künste, was künstlerische und ästhetische Bildung zu diesem kollektiven Wandel hin zu einer anderen menschlichen Verortung in der ›Welt‹, sowie einem nachhaltigen verantwortlichen Handeln beitragen können. Wie können in künstlerischer Praxis und Forschung Erkenntnisse zu den komplexen Verflechtungen der Menschen mit der nicht-menschlichen und mehr-als menschlichen planetaren Umwelt gewonnen werden? Wie tragen sie zur Erfindung neuer, zukunftsträchtiger Narrative bei? Wie ermöglichen sie eine Auseinandersetzung mit sowie ein Üben von verantwortlichem sozialen Handeln, im Sinne einer Bildung für Nachhaltigkeit als dynamisches Konzept, das sich mit den Bedingungen, in denen wir leben und die wir verantworten, stetig verändert?
Das Semesterthema sucht in Lehrveranstaltungen, Vorträgen, Workshops und Publikationen nach Antworten auf u.a. die oben gestellten Fragen und dabei nach Konzepten, Formen und Praktiken eines ökologisch verantwortlichen Miteinanders.
Mögliche Anknüpfungspunkte sind:
  • Ökologische Bildung: Wie können ästhetische und künstlerische Ansätze dazu beitragen, das ökologische Bewusstsein zu schärfen und die kritische Reflexion über gesellschaftliche Machtstrukturen zu fördern?
  • Ressourcennutzung durch Künstler*innen: Land Art, Extraktivismus-Diskurs, Ressourcenverbrauch von Musikstreaming und Musik-KI…
  • Verantwortung im globalen Kunstbetrieb: Biennalen- und Messe-Jet Set, Pop- und Klassik-Konzertbetrieb, …
  • Nachhaltige Bildungs- und Arbeitsprozesse: Wissensproduktion unterstützen, Vertrauen, Zugehörigkeit und Beziehungen fördern, sich für globale, lokale und intergenerationale Gerechtigkeit einsetzen, …
  • Critical Posthumanities & Animal Advocacy: Wie prägen Wissenschaft und Kunst Prozesse der Identifikation und des Otherings? Wie können sie Interspezies-Empathie fördern? …
Lehrveranstaltungen im SoSe 2026:
  • Martina Leeker: 14679.0017
    KI Bildung zwischen Slop, Bias und Psychotechnologie – künstlerische und
    kunstpädagogische Strategien im Horizont medienwissenschaftlicher und
    bildungstheoretischer Perspektiven, [Planetare Narrative]
  • Verschiedene Gast-Dozierende: 14679.0007
    Digital-Care-Play Lab. International Springschool. Block 1 vormittags
    26.-30.5.2026, Gast-Dozierende, [Planetare Narrative]
  • Verschiedene Gast-Dozierende: 14679.1020
    Digital-Care-Play Lab. International Spring School, Block 2, nachmittags
    26.-30.5.2026, Gast-Dozierende, [Planetare Narrative]
  • Martina Leeker, Doz. Elias Müller: 14679.0004
    Digital-Care-Play Lab. International Spring School. „Thinking big“?! Giga
    Berlin, die Architektur des digitalen Autoritarismus und “The Texan
    Ideology” in Aktion, [Planetare Narrative]
  • Martina Leeker, Doz. Steve Jackson: 14679.0018
    Digital-Care-Play Lab. International Spring School. Recomputing the Planet, [Planetare Narrative]
  • Sarah Lopper: 15866.0050
    Exkursion: Kunstpädagogik meets Media Climate Justice [Planetare Narrative]
  • Pascal Rudolph: 15382.0005
    (Auto-)Tune the Future: Musik und Künstliche Intelligenz [Planetare Narrative]
  • …..

 

Sustainable Development Goals der UN: https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsziele-sdgs (deutsche Version)
Infoseite zu Nachhaltigkeitsinitiative der UzK: https://sustainability.uni-koeln.de/
Bildcredits: David Reiber Otálora, Extraits de “Jardins Tropicaux”, Kopie 13, Farbfotokopie, 297x420mm, 2018. Courtesy of the artist.