Tag Archives: Sichtbarkeit

Girls on Screen // VETO beim IKKF

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, hier auf zwei spannende Filmveranstaltungen in Hamburg hinzuweisen: die eine ist noch kurz vor dem IKKF (das am 9. Juni startet) und die andere mittendrin.

Girls on Screen | HfbK | 08.06.15

Girls on Screen
Montag 8. Juni um 19h
Galerie der Hfbk

Screening mit Arbeiten von Hedvig Berglind (London), Ian Gilles (London) und Nicolaas Schmidt (HFBK, VETO), im Anschluss ein offenes Gespräch am runden Tisch mit den KünstlerInnen und eingeladenen GesprächspartnerInnen – u.A. Wiebke Schwarzhans (HFBK), Luise Donschen (HFBK), Marlene Denningmann (VETO, CALL), Anna Tautfest (Graduiertenkolleg HFBK)

Hedvig Berglind: Untitled, Double channel, HD, stereo, 8’12, 2015
Nicolaas Schmidt: Break, Double channel, HD, stereo, 13’33, 2013
Ian Gilles: On The Way To Language, Single channel, HD, stereo, 9’38, 2014

Organisiert von Hedvig Berglind, Angela Anzi und Katja Lell

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Veto

VETO beim IKFF
Samstag, 13. Juni 2015, 19:00 Uhr
Metropoliskino, Kleine Theaterstraße

Gegründet im Frühjahr 2014 hat sich VETO Film e.V. zum Ziel gesetzt, aktuelle Positionen zeitgenössischer Film- und Videokunst aus Hamburg zu fördern. Von poetischen Filmen bis hin zu experimentellen Formen, vertritt VETO vor allem solche Arbeiten, die entgegen aller Konventionen formale Eigenständigkeit beweisen und sich gängigen Kategorisierungen entziehen.
Im Rahmen des 31. Internationalen Kurzfilmfestival Hamburg präsentiert VETO sieben Kurzfilme aus der aktuellen Film Edition:

Isabelle McEwen – Un truc formidable 12′
Josefina Gill – Preview 30′
Steffen Goldkamp – Wallenhorst 23′
Nick Koppenhagen – The Bowerbird 4′
Stella Rossié und Nicola Gördes – Komet 13′
Nicolaas Schmidt – Autumn 10′
Karsten Wiesel – Hochbrücke Brunsbüttel 12′
Gesamtlänge: 104 min.

Medienkulturelle Transformationen, Migration, Wunder und Pädagogik

Ich möchte auf drei Ringvorlesungen aufmerksam machen, die in diesem Monat schon begonnen haben oder noch starten. Die Ringvorlesungen (in Hamburg, Frankfurt/Marburg und Oldenburg) untersuchen 1. Wunder, 2. medienkulturelle Wandlungen und 3. Migration in ihren jeweiligen Verhältnissen zu Kunst und Pädagogik/Bildung.

1. WUNDER IN KUNST UND PÄDGOGIK

Wunder gibt es immer wieder, und es gibt sie überall – oder nicht? Anlässlich der Ausstellung WUNDER (in den Deichtorhallen, Hamburg) widmet sich eine Ringvorlesung der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Expertinnen und Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden.

Das Konzept der Ringvorlesung fasst Wunder als wirksame Geschehnisse radikaler Fremdheit, die sich unseren Erwartungen, Absichten und Erklärungen entziehen. Sie markieren die Grenzen der Rationalität und werden zum Gegenstand von Zweifel, Kritik, Unterwerfungsbereitschaft oder Neugier, nähren den Verdacht auf Betrug, lassen aber auch auf Allmacht hoffen. Fast im Gegensatz dazu haben im christlichen, später hauptsächlich im katholischen Zusammenhang, Wunder Beweischarakter und beruhigen den Zweifel. Sie benötigen Zeugen und die Etablierung einer Tradition, um weiterhin wirksam zu bleiben. Wegen der vieldimensionalen Facetten des Themas werden unterschiedliche Diskurse berührt: kunst- und medientheoretische, erziehungswissenschaftliche, theologische, philosophische, künstlerische, literaturwissenschaftliche, mathematische und nicht zuletzt wissenschaftskritische.

Die Ringvorlesung findet Dienstags (zu den hier genannten Terminen) um jeweils 18 Uhr im Auditorium des Hauses der Photographie statt (Eingang über die Rückseite des Hauses). Continue reading

Ausstellung: Das Unheimliche im Bilderbuch und im Film

Studierende des Lernbereichs Bildende Kunst an der Universität Hamburg zeigen am 27.10.2010 ab 19 Uhr Ihre selbst illustrierten Bilderbücher, Filme, Skizzen und Fragmente zum Thema »Das Unheimliche« aus den Werkstattseminaren bei Andrea Sabisch und bei mir. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein. Die Präsentation findet im Café nur für Gäste und im Foyer des Von-Melle-Park 8 statt.

Tagungshinweise

Ich möchte auf zwei sehr interessante Tagungen im November diesen Jahres hinweisen. Die erste findet in Zürich statt, die zweite in Hamburg.

1. Medienbildung im Spannungsfeld medienpädagogischer Leitbegriffe
Die diesjährige Herbsttagung der DGfE-Sektion Medienpädagogik findet am 4. und 5. November 2010 an der PH Zürich statt. Organisiert wird sie von Prof. Dr. Heinz Moser unter Mitwirkung des Fachbereichs Medienpädagogik der PH Zürich (Prof. Dr. Thomas Merz).

„Das Tagungsthema nimmt darauf Bezug, dass sich in letzter Zeit um den Schlüsselbegriff der Medienbildung eine breite Diskussion entwickelt hat, welche den Stellenwert dieses Begriffs im medienpädagogischen Diskurs unterschiedlich beurteilt. kontrovers diskutiert. Aus diesem Anlass soll es an der Tagung darum gehen, zentrale Begriffe von Medienpädagogik/ Medienbildung zu schärfen. Dementsprechend soll im Ablauf der Tagung vermehrt die Möglichkeit zu Diskussionen bestehen. Neben eingeladenen Referentinnen und Referenten soll auch weiteren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Überlegungen vorzutragen.
An der Tagung stehen u.a. Fragen im Zentrum wie:

  • Wie stehen die Leitbegriffe der Medienkompetenz, Medienerziehung und Medienbildung zueinander?
  • In welchem Verhältnis zu den beiden genannten Begriffen steht das im anglo-amerikanischen Raum favorisierte Konzept der «Media literacy»?
  • Wie weit ist es sinnvoll den Bildungsbegriff der erziehungswissenschaftlichen Tradition in die medienpädagogische Diskussion aufzunehmen?
  • Welche Bedeutung hat der Begriff der Medienbildung in den verschiedenen – schulischen und ausserschulischen – medienpädagogischen Feldern?
  • In welchem Verhältnis stehen Medienbildung und Medienerziehung zueinander?
  • Wie ist das Verhältnis von Medienbildung und Mediendidaktik zu konzipieren? […]
  • Lesen sie hier das gesamte Programm der Tagung!

    2. Bilderverbot

    Die Tagung »Bilderverbot« findet am 19. und 20. November 2010 in der Universität Hamburg (Rm 206, VMP8) statt. Es lädt ein Karl-Josef Pazzini, [FuL] in Kooperation mit der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie, Bewegungswissenschaft, der Akademie der Weltreligionen und dem Jüdischen Salon am Grindel e.V.

    Auszug aus der Ankündigung:

    „Du sollst Dir kein Bildnis machen! – Das »Bilderverbot« ist merkwürdig. Das Gebot war zu hören, wurde auf Gesetztafeln geschrieben, kann vorgelesen und wieder gehört werden. Dieser Text aus der Bibel und seine dortige Umgebung evozieren immer wieder Bilder, auch und gerade von diesem Gott, der eigentlich nicht einmal dort geschrieben steht. Moses wird lediglich gestattet, einen Blick auf den Rücken Gottes zu werfen. Von den Effekten von Gottes Handeln drängten sich Bilder auf.
    Das Bilderverbot führt nicht zur Ausschaltung von Bildern. Wahrscheinlich ist das so, weil das Verbot nur die Unmöglichkeit eines Bildes verbirgt. Es sind offenbar keine Bilder möglich, die das Abgebildete beherrschbar machen. Das Bilderverbot spricht davon, dass etwas der Symbolisierung entweicht. Es bleibt etwas jenseits.

    Eine andere Version wäre: Du sollst Dir kein Abbild machen!
    Es solle kein Gebilde geschaffen werden, das den Eindruck erwecken könnte, dass etwas, das man in der Vorstellung oder auch „außen“ sehen und fühlen kann, repräsentiert werden und man diese (auch symbolische) Verdinglichung besitzen könne. […]“

    Lesen Sie hier das vollständige und höchst interessante Programm der Tagung (als pdf-Flyer)!