Tag Archives: Medien

Arbeitstagung »Szenen des Sexuellen: Spielfilme als Analytiker*innen«

Die interdisziplinäre Arbeitstagung findet vom 4.-5. Juni 2021 statt. Sie richtet sich auf Spielfilme als Erkenntnisinstrumente und fragt in interdisziplinärer Perspektive danach, wie filmische Produktionen das Sexuelle in seinen vielfältigen Aspekten analysieren. Dabei beschränkt sich der kulturell-sexuelle Gehalt eines Films keineswegs auf dessen Inhalte. Vielmehr soll das Augenmerk auch auf dem „Wie“ des filmischen Aufschlusses bzw. den medialen Mitteln und Mechanismen liegen. Können Filme wie Analytiker*innen wirken? Wie ließe sich das implizite analytische Potenzial von Filmen erfassen und welche Einsichten ergäben sich daraus, z.B. für Kultur- und Filmwissenschaft, Bildungstheorie, Psychoanalyse? Solchen Fragen soll anhand ausgewählter Filme mittels verschiedener methodischer Zugänge nachgegangen werden.

Die Arbeitstagung findet online (via zoom) in Form von Vorträgen und Workshops statt, mit folgenden Referent*innen: Julia Bee (Weimar), Johannes Binotto (Luzern), Insa Härtel (Berlin/Hamburg), Sulgi Lie (Berlin), Karl-Josef Pazzini (Berlin), Linda Waack (Berlin) und Manuel Zahn (Köln). Sie wird als Kooperation der Professur Ästhetische Bildung an der Universität zu Köln, der Professur Kulturwissenschaft an der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin, der Hochschule Luzern Design + Kunst und der Psychoanalytischen Praxis Pazzini (Berlin) durchgeführt.

Die Tagung ist auf max. 40 Teilnehmer*innen begrenzt. Um einen intensiven Diskurs zu den fokussierten Fragen führen zu können, ist eine durchgängige Teilnahme über beide Tagungstage hinweg erwünscht. Weitere Informationen zum Programm der Tagung und der Anmeldung unter: http://szenen-des-sexuellen.org/.

Konzeption & Organisation: Dr. Johannes Binotto (Hochschule Luzern), Prof. Dr. Insa Härtel (IPU Berlin), Prof. em. Dr. Karl-Josef Pazzini (Psychoanalytiker, Berlin) und Prof. Dr. Manuel Zahn (Universität zu Köln)

Sammelband »Übertragungen. Zur Politik der Beziehungen« bei Parodos erschienen

Seit wenigen Tagen ist der Sammelband »Übertragungen. Zur Politik der Beziehungen« im Berliner Parodos-Verlag erschienen. Der Band wurde von Peter Lenhart, Harald Strauß, Gereon Wulftange und mir herausgegeben und widmete sich dem Phänomen der Übertragung in interdisziplinärer Perspektive.

»Wir glaubten ja, uns von allen bei der Kur in Betracht kommenden Triebkräften Rechenschaft gegeben zu haben, die Situation zwischen uns und dem Patienten voll rationalisiert zu haben, so daß sie sich übersehen läßt wie ein Rechenexempel, und dann scheint sich doch etwas einzuschleichen, was in dieser Rechnung nicht in Anschlag gebracht worden ist.« (Sigmund Freud 1916/17)

Übertragung im psychoanalytischen Kontext erschien bereits Freud als ein schwer zu erschöpfendes Phänomen. Vom Einzelnen ausgehend versucht das Übertragungskonzept nachzuzeichnen, wie das Individuum die Grenzen zum anderen beständig überschreitet und wie diese Überschreitung selbst wiederum diese Grenzen überhaupt erst herstellt. In der wechselseitigen Verschränkung von Übertragungen wird das Soziale aktualisiert, womit sich die politische Frage nach der Beschaffenheit und den Wirkungen des lien social stellt.

Übertragung, Beziehung und Politisches bilden die untergründige begriffliche Trias, der sich die Beiträge im aktuellen Band der Hamburger Forschungsgruppe für Psychoanalyse(HaFPa) widmen. Dabei werden literaturtheoretisch, medientheoretisch, erziehungswissenschaftlich, ökonomiekritisch und explizit psychoanalytisch interessierte Perspektiven auf das Phänomen der Übertragung und das Problem des Sozialen entwickelt.

Mit Beiträgen von Johannes Binotto, Anne Bourgain, Ulrike Oudée Dünkelsbühler, Hayat Erdoğan, Kristin Gutwirth, Olaf Knellessen, Karl-Josef Pazzini, Harald Strauß, Gereon Wulftange und Michaela Wünsch.

Erste Gastherausgeberschaft in der ZKMB zu »Postdigital Landscapes«

Die Online-Zeitschrift der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V., die ZKMB hat ein neues Design und ein neues Konzept. Seit Oktober 2019 gibt es neben den peer-reviewten Einzelbeiträgen auch thematisch fokussierte Textkonvolute (“Sammlungen”) unter Leitung einer Gastherausgeberschaft. Dadurch besteht die Möglichkeit, einen Themenbereich entlang eines Einführungsartikels und weiterer, miteinander vernetzter Texte verschiedener Autor/innen zu entwickeln.

Für die erste Gastherausgeberschaft nach diesem Modell Postdigital Landscapes. Kunst und Medienbildung in der digital vernetzten Welt zeichnen Kristin Klein und Willy Noll verantwortlich. Die Textsammlung entstand im Anschluss an den Nachwuchsforschungstag »Postdigitale Kunst und Medienkultur«, der am 7. Juni 2018 im Zusammenhang mit der Tagung Because Internet. am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln stattfand.

Unter aktuellen Bedingungen digitaler Kulturen verändern sich die Register künstlerischer Artikulationen und Affordanzen. In der Allgegenwart von digitalen Medien und ihren vernetzten Infrastrukturen etablieren sich neue kulturelle Praktiken, wandeln sich Modi der Interaktion, soziale Gefüge, die Rolle von Institutionen und die Arten und Weisen, wie Kunst produziert, geteilt und rezipiert wird. Dies zieht wiederum andere Voraussetzungen gesellschaftlicher Teilhabe nach sich und verändert bildungstheoretische Grundannahmen. Von dem Konzept der Postdigitalität ausgehend werden in dieser Publikation sowohl exemplarische Phänomene als auch strukturelle Fragen von Kunst und Kultur der Gegenwart genauer in den Blick genommen. An ihnen lassen sich, so die These, digitale Transformationsprozesse beispielhaft beschreiben und reflektieren. Postdigital Landscapes, wie sie hier verstanden werden, umfassen dabei geografische Netzwerke und materielle Infrastrukturen genauso wie gouvernementale Strukturen, Einstellungen und Verhaltensweisen. Sie konstituieren sich durch hybride Praxen, Akteur*innen und Räume sowie in Verschränkung von digitalen Technologien, Mensch, Natur und Kultur in ihren ambivalenten Relationen zu- und untereinander. Die Publikation macht ein Angebot zur Orientierung und versammelt dazu Beiträge zu aktuellen Forschungskontexten im Anschluss an postdigitale Kunst, Medienkultur und -bildung.

Bild: Detail aus Santa France: Nodes, 2019, aus ihrer Einzelausstellung Safeporting

/////// SAVE THE DATE /////// where the magic happens. Bildung nach der Entgrenzung der Künste

where-the-magic-happens

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.
11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Mit Beiträgen von Dana Caspersen (danacaspersen.com), Ulrike Hentschel (UDK Berlin), Heinrich Lüber (ZHdK Zürich), Karl-Josef Pazzini (Uni Hamburg/Berlin), Stefan Porombka (UDK Berlin) und vielen anderen mehr.

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

Performance ist Experiment in und mit der Alltagswirklichkeit. Performer und Teilhabende machen außergewöhnliche Erfahrungen an den Grenzen des Üblichen. Wann und wie werden diese Erfahrungen ästhetisch, wann/wie sogar magisch? Was trägt solche prozesshaften Weisen des Erfahrens? Welche vorbildhaften performativen Formate und Methoden existieren in und zwischen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Bildung und Politik?Wie werden die für ästhetische Erfahrungen konstitutiven Entgrenzungen des Subjekts bildend wirksam?

Künstlerische Forschung ist Welterschließung durch künstlerische Praktiken. Wie/wann/wo können künstlerische Prozesse als Erkenntnisprozesse verstanden werden? Können künstlerische Forschungsprozesse als zeitgemäße, weil den gegenwärtigen kulturellen Umweltbedingungen angemessene Form der Produktion, Anwendung und Kommunikation von Wissen gelten? Gilt das für professionelle Forschungs- und/oder/auch Bildungszusammenhänge?

Aktuelle Medienkultur ist die natürliche Umgebung der Generation C. Die Künstler und Kreativen beziehen sich nicht mehr auf ein Feld der Kunst als Hochkulturmuseum, sondern auf die globale Zeitgenossenschaft als die von allen geteilte Welt. Sie gehen um mit komplexeren Formen von Darstellung und hypermedialer Intertextualität als jede Generation zuvor. Wo und wie geschieht hier die Magie? Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglicht Post-Internet Art? Wie funktioniert ästhetische Bildung im Internet state of mind?

Anmeldung
In Kürze unter kunst.uni-koeln.de/magie

Torsten Meyer
Julia Dick
Peter Moormann

Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln: kunst.uni-koeln.de

Medienkulturelle Transformationen, Migration, Wunder und Pädagogik

Ich möchte auf drei Ringvorlesungen aufmerksam machen, die in diesem Monat schon begonnen haben oder noch starten. Die Ringvorlesungen (in Hamburg, Frankfurt/Marburg und Oldenburg) untersuchen 1. Wunder, 2. medienkulturelle Wandlungen und 3. Migration in ihren jeweiligen Verhältnissen zu Kunst und Pädagogik/Bildung.

1. WUNDER IN KUNST UND PÄDGOGIK

Wunder gibt es immer wieder, und es gibt sie überall – oder nicht? Anlässlich der Ausstellung WUNDER (in den Deichtorhallen, Hamburg) widmet sich eine Ringvorlesung der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Expertinnen und Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden.

Das Konzept der Ringvorlesung fasst Wunder als wirksame Geschehnisse radikaler Fremdheit, die sich unseren Erwartungen, Absichten und Erklärungen entziehen. Sie markieren die Grenzen der Rationalität und werden zum Gegenstand von Zweifel, Kritik, Unterwerfungsbereitschaft oder Neugier, nähren den Verdacht auf Betrug, lassen aber auch auf Allmacht hoffen. Fast im Gegensatz dazu haben im christlichen, später hauptsächlich im katholischen Zusammenhang, Wunder Beweischarakter und beruhigen den Zweifel. Sie benötigen Zeugen und die Etablierung einer Tradition, um weiterhin wirksam zu bleiben. Wegen der vieldimensionalen Facetten des Themas werden unterschiedliche Diskurse berührt: kunst- und medientheoretische, erziehungswissenschaftliche, theologische, philosophische, künstlerische, literaturwissenschaftliche, mathematische und nicht zuletzt wissenschaftskritische.

Die Ringvorlesung findet Dienstags (zu den hier genannten Terminen) um jeweils 18 Uhr im Auditorium des Hauses der Photographie statt (Eingang über die Rückseite des Hauses). Continue reading

Neu: Zeitschrift Kunst Medien Bildung | ZKMB

Anfang Oktober ging auf zkmb.de die interdisziplinäre „Zeitschrift Kunst Medien Bildung“ online. Herausgeben wird das e-Journal im Auftrag der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung von Ansgar Schnurr (Dortmund), Andreas Brenne (Kassel), Christine Heil (Mainz) und Torsten Meyer (Köln). Die zkmb ist ein „Open Access Journal“ – das heisst, ihre Artikel sind kostenlos und ohne Zugangsbeschränkung lesbar.

Erklärtes Ziel der Herausgeber ist es, „den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln“. Die internetbasierte Publikation der Texte und ihre zeitnahe Prüfung in einem „Open-Peer-Review“-Verfahren gewährleisten die ebenso zeitgemäße wie rasche Verfügbarkeit und Diskussion wissenschaftlicher Arbeiten aus dem weiten Forschungsfeld zwischen Kunst, Medien und Bildung.

„Für die Dauer von sechs Monaten können diese „Texte im Diskurs“ von allen Personen der Fachcommunity durch öffentliche und namentlich gekennzeichnete „Reviews“ kommentiert werden. Die Reviews dürfen sowohl die Funktion einer fachlichen Kritik als auch die einer diskursiven Vernetzung mit verwandten, z.B. interdisziplinären Fragestellungen und Ansätzen übernehmen. Nach Ablauf dieser Zeit erhalten die Autoren/innen des eingereichten Textes die Möglichkeit, ihren Artikel zu überarbeiten und dabei gegebenenfalls Hinweise der Reviews einzuarbeiten. Diese endgültigen „Publikationen“ werden zusammen mit den daran geknüpften Kommentaren in einer eigenen Kategorie dauerhaft archiviert“

Sowohl die Artikel als auch die Diskussionsbeiträge der Online-Zeitschrift erhalten eigene URLs – sind folglich zitierfähig und werden laut Herausgebern als „eigenständige wissenschaftliche Publikationen begriffen.“ Weitere Informationen und erste Artikel („Texte im Diskurs“) finden sich auf der Homepage der Zeitschrift.

Darunter ist auch ein Artikel von mir mit dem Titel „Film-Bildung im Zeichen radikaler Alterität“. Der Text skizziert einen differenztheoretischen Zugang zum Film und macht im Anschluss daran einen Vorschlag von „Film-Bildung“, der den medienpädagogischen Diskurs um die Dimension der ästhetischen Erfahrung von Film erweitert. Ich freue mich sehr, beim Start dieses schönen Projekts dabei sein zu dürfen und bin gespannt wie das Angebot angenommen wird. In diesem Sinne wünsche ich den Herausgebern eine rege Beteiligung und uns allen viel Spaß beim Lesen und Mitdiskutieren!

»Der Clip diffundiert!« – MTV zum 30sten

[Video Killed the Radio Star – The Buggles]

»Angefangen hatte alles mit Michael Nesmith, dem Ex-Sänger der Monkees. Der bemerkte auf einer Plattentournee in Australien den Vorteil der Musikvideos: Die Bands müssen für Fernsehshows nicht bei den Sendern sein und können sich weit besser in Szene setzen als in den Studios. Die Idee traf auf Gegenliebe bei der Musikindustrie, die – wie sich herausstellte völlig zu Recht – einen neuen Markt witterte. Und nicht zuletzt boomten damals gerade die Kabelkanäle in den USA. Nachschub musste her – warum nicht ein Sender nur mit Musikvideos?
Es war dann ausgerechnet „Video Killed the Radio Star“, das am 1. August 1981 als erstes MTV-Video über den Sender ging. Mit dabei war ein Deutscher: Am Keyboard steht der heutige Filmmusikkomponist und Oscar-Gewinner Hans Zimmer. Doch so viele Killervideos waren noch gar nicht da. Nicht einmal 170 Kassetten standen damals im MTV-Regal, fast jede fünfte war von Rod Stewart. Doch jeder wollte sie: die Musiker, die Plattenfirmen, die Sender – und auch die Zuschauer. Der Musikvideomarkt wuchs nicht, er explodierte.
Die Veröffentlichung des Videos wurde bald ebenso wichtig wie die des Liedes. Der Erfolg von Michael Jackson, Madonna oder unzähliger Eintagsfliegen wäre ohne die Minutenclips kaum denkbar. Und eine ganz neue Kunstrichtung entstand. So schuf Regisseur John Landis („Blues Brothers“) für Jacksons „Thriller“ das vielleicht einflussreichste Popvideo der Musikgeschichte. Duran Duran verfeuerten für „Wild Boys“ mehr als eine Million Dollar. Und Mark Knopfler sang im ersten computergenerierten Video: „Money for Nothing“. (taz)« Hier geht’s zum ganzen Artikel…

Watch, Edit, Mash and Tube it.

Im Rahmen der Reihe .mbr monthly und in Kooperation mit dem Labor für Bildungsphilosophie der Universität zu Köln werde ich am 31.5.2011 (um 16:00 Uhr, in Rm 244) einen Gastvortrag mit dem Titel „Watch, Edit, Mash and Tube it. Film-Bildung in postkinematographischen Zeiten“ halten.
Ich freue mich schon sehr darauf. Und alle die sich für Fragen der Film-Bildung und der aktuellen Medienkultur interessieren und (zufällig) in Köln weilen, sind herzlich eingeladen.

Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung

Die Sozietät für Kunst, Medien und Bildung veranstaltet am 25./26.2.2011 in Hamburg ihre zweite Tagung zum Thema „Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung“. Sie wird sich vor allem dem (zuletzt im medienpädagogischen Diskurs) breit diskutierten Begriff der „Medienbildung“ zuwenden.

Tagungsort ist die Universität Hamburg, Fakultät EPB, Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg, Räume 205-207.

Die Veranstalter laden alle an dem Thema und/oder an der Sozietät Interessierte herzlich ein:

„Sympathisierende der Sozietät – z.B. Kunstpädagog/innen, aber auch Kunsttheoretiker/innen und Medienpädagog/innen, Kunstvermittler/innen – sowie neu Interessierte sollen für die Idee der Sozietät und als potentielle neue Mitglieder gewonnen werden und sind zur Teilnahme an der Tagung, sowohl Freitag, als auch Samstag herzlich eingeladen.“

Tagungskosten: Nicht-Mitglieder 10 € (Studenten 5€) pro Tag, Mitglieder kostenfrei

Nachfragen und Anmeldungen sowie Vorschläge für Beiträge in Wort, Bild oder als Performance bis zum 1.2.2011 an: andrea.sabisch@uni-hamburg.de

Tagungsprogramm:

Freitag, den 25.02.11, 15 Uhr:

Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung 1: Medienbildung

Die wissenschaftliche Sozietät Kunst, Medien, Bildung stellt sich die Aufgabe, existierende und denkbare Verknüpfungen von Kunst, Medien und Bildung zu erforschen, darzustellen und deren Ergebnisse zu publizieren. Unter dem Stichwort „Medienbildung“ soll mit der geplanten Tagung eine erste Perspektive auf das Feld dieser Verknüpfungen beleuchtet werden.
Dass der Begriff der „Medienbildung“ sich in den letzten Jahren über einen rein medienpädagogischen Diskurs hinaus bis in öffentliche bildungspolitische Diskussionen etabliert hat, kann als Zeichen für das enorme Ausmaß des globalen medienkulturellen Wandels und seiner gesellschaftlichen Folgen gelten. Traditionelle bewahrpädagogische und kulturkritische Positionen scheinen dem nicht mehr angemessen. Vielmehr impliziert der Begriff komplexere Reaktionen auf das Neue der neuen Medienkulturen.
Eine Frage an die Sozietät wäre, welche Rolle die Auseinandersetzung mit Kunst in diesem Kontext spielt und spielen könnte. Kann zum Beispiel der Kunstunterricht einen Beitrag zu einer schulischen Medienbildung liefern? Muss schulische Kunstpädagogik sich dafür an neuen Medienkulturen orientieren? Oder liefert die pädagogisch motiviert Auseinandersetzung mit Kunst grundsätzlich einen Beitrag zu einer „Medienbildung“?
Als Gastreferent wird Benjamin Jörissen, der gemeinsam mit Winfried Marotzki das Konzept der „strukturalen Medienbildung“ entwickelt hat, einen Beitrag aus Perspektive medienpädagogischer und bildungstheoretischer Perspektive leisten.

Samstag, den 26.02.2011 von 10-16 Uhr:

Gemeinsame Entwicklung neuer Perspektiven für die Arbeit in der Sozietät, die Frage weiterer Tagungen und Publikationen, sowie Mitgliederversammlung.

PS: Die oben verwendet Illu gehört zu einem (insb. vor dem Hintergrund des Tagungsthemas „Medienbildung“) äußerst lesenswerten Text von Florian Cramer, „Basteln ist die beste Bildung“, der in der Serie „Selbstbestimmt lernen? 50 Stimmen zu der Zukunft von Bildung“ der Berliner Gazette erschien.