Foto: ©Nina Schirmel

WORKSHOPBESCHREIBUNG

In einer Welt zunehmender Komplexität sind Überforderung ebenso wie Sehnsucht nach einer einfach erscheinenden Lösung an der Tagesordnung. Als Reaktion hierauf ist oft ein Rückzug in private, kleinfamiliäre oder kollektive Strukturen zu beobachten. Aber ist die Aktion des Rückzugs immer schon reaktionär? Gibt es auch revolutionäre radikale Formen des Rückzugs, die die Abläufe systemischer Handlungsrahmen unterbrechen, unterlaufen und erschüttern können? Kann ein Rückzug nicht nur als systemstabilisierende, privatistische Handlung, sondern auch als systematische Handlungsverweigerung öffentlich performt werden? Wie kann Rückzug überhaupt öffentlich, ästhetisch und künstlerisch artikuliert werden? In unserem Workshop nähern wir uns diesen Fragen zunächst in einem ersten Teil mit (kunst-)theoretischen Ansätzen und Überlegungen zum Thema des Rückzugs, des Nichts-Tuns und der Handlungsunterbrechung an. In einem zweiten Teil entwickeln wir gemeinsam mit den Teilnehmenden eigene kleine Performances des Rückzugs.
Bitte beachten: Eine gründliche Auseinandersetzung mit den von uns zur Verfügung gestellten Texten ist Pflicht. Bei Fragen wendet Euch an: hysterisches.globusgefuehl@gmail.com

Hysterisches Globusgefühl leiten den Workshop mit der Nummer 5.