Schlagwort-Archiv: Ringvorlesung Intermedia

Gastvortrag von Heidrun Allert am 18.07.2017: Eigensinn als Form der Autonomie in performativen Praktiken

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 18.07.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Der Vortrag führt das Konzept poetischer Spielzüge ein und zeigt Beispiele aus Bildungsprozessen auf. Ausgangspunkt ist ein prozessontogisches Verständnis sozialer Wirklichkeit. Kreativität ist dann eine Form der Auseinandersetzung mit der Welt, in der Individuen oder Gruppen versuchen in produktiver Weise mit andernfalls unbestimmten Situationen umzugehen. Weiterlesen

Vortrag von Niclas Stockel: 11.07.17: Musikvideo Online – Vernetzungen und Transformationen einer audiovisuellen Spielart

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 11.07.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Noch vor wenigen Jahren sah sich das Musikvideo in Forschung und Wissenschaft vielmehr musealen Betrachtungen unterworfen. Nach dem Rückzug des Musikfernsehens zeigt sich das Musikvideo in seiner digitalen Auferstehung im Internet neben den althergebrachten Formen zunehmend in neuen Spielweisen und Formanlehnungen. Zudem präsentiert es sich vermehrt längst nicht mehr als abgeschlossene Werkeinheit. Weiterlesen

Vortrag von Marco Rüth am 04.07.17: Mobiles und spielerisches Lernen mit digitalen Medien in Schule, Hochschule und Beruf

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.07.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

31 Millionen Menschen spielen gelegentlich oder öfter Computer- bzw. Videospiele in Deutschland, etwa 2,2 Milliarden „Gamer“ sind es weltweit – der Mensch als Homo Ludens? Möglicherweise erlangt der Mensch als spielendes Wesen durch Spaß, Interaktion und außergewöhnliche eigene Erfahrungen sogar bestimmtes Wissen und spezielle Fähigkeiten am besten. Macht zudem die ständige mobile Nutzung digitaler Angebote den Menschen zum Homo Mobilis? Wäre dann nicht eine Kombination aus lernförderlichem Spielspaß und gesundheitsförderlicher Bewegung ein naheliegender (Fort-)Schritt?

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Werkvortrag mit Mirjam Thomann am 27.06.2017: Thick Space.

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 27.06.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Raw material of a work:
1. Physical characteristics of a site
2. Historic and social resonances of a site
3. Personal associations a site brings up
(zitiert nach: Mary Miss, Princeton Architectural Press, 2003) Weiterlesen

Vortrag von Tine Nowak am 20.06.2017: Mapping YouTube. Studentische Felderkundungen einer Videoplattform

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 20.06.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Auf der Webvideoplattform YouTube manifestiert sich ein Medienhandeln im Spannungsfeld von Medienamateuren und Medienprofis. Dabei bilden sich spezifische Genres, Formate, Communitys und Praktiken aus. Eines der vielen Genres bilden Lern- und Erklärvideos, dabei sind nicht nur die Produzent*innen und deren Videos von Bedeutung, sondern auch die Rezeption und Interaktion von und mit Nutzer*innen. Im Wintersemester 2016/17 haben Studierende des B.A. Intermedia im Rahmen eines Seminars unterschiedliche Webvideokanäle untersucht, die aus Sicht der Studierenden Wissenstransfer ermöglichen, bzw. fokussieren. Die Erkenntnisse dieser Recherchen wurden entlang medienpädagogischer Literatur diskutiert, die Beobachtungen in einem Forschungstagebuch festgehalten und in einem Kurzbericht dokumentiert. Der Vortrag wird Ergebnisse und Erfahrungen aus diesen studentischen Felderkundungen vorstellen. Weiterlesen

Gastvortrag von Matthias Pasdzierny am 30.05.2017: Pop repeats itself? Postdigitale Popmusik zwischen Index, Archiv und Gesamtausgabe

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 30.05.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Pop ist in der Krise: Glaubt man den Äußerungen international einschlägiger Poptheoretiker, dann befindet sich Popmusik mittlerweile im Zustand kollektiver „Retromania“ (Simon Reynolds). Die allgegenwärtige Nutzung u.a. von Streaming-Diensten wiederum hat zu einer ständigen Verfügbarkeit, einem Archiv aller Stile und Praktiken von Pop „in hoher Auflösung“ (Diedrich Diederichsen) geführt, bei gleichzeitiger Nivellierung ihrer je spezifischen Historizität und (sub)kulturellen Bedeutung. Parallel erfährt, neben dem Live-Erlebnis, die Objekthaftigkeit von Popmusik einen unerwarteten Aufschwung, etwa in der Renaissance von Vinyl oder einer Flut von luxuriös ausgestatteten Collector’s Editions. Darüber hinaus lassen sich in immer schnellerer Folge Medien- und Formatwechsel beobachten, wobei ein Schwerpunkt darin zu liegen scheint, – wie etwa in der momentan sehr erfolgreichen App musical.ly – das indexikalische Moment von Popmusik vollends an die Rezipient*innen weiterzureichen. Entlang aktueller Beispiele fragt der Vortrag nach der oder den Geschichtsphilosophie(n) von Pop heute und damit auch danach, ob im Zeitalter der Digitalisierung im Pop derzeit auch ein ästhetischer Paradigmenwechsel stattfindet. Weiterlesen

Künstlervortrag von Martin Brand am 23.05.2017: Through the looking glass

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 23.05.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.202 | Gronewaldstraße 2 | Köln

In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Martin Brand mit meist gesellschaftsbezogenen oder psychologischen Fragestellungen, denen er vor allem filmisch und fotografisch nachspürt. Ausgangspunkt für ihn sind häufig soziale Phänomene, die er als verstörend, irritierend oder verunsichernd empfindet, die ihn zugleich aber auch anziehen oder sogar faszinieren. Von der Oberfläche ausgehend versucht er Zusammenhänge und Strukturen offen zu legen, hinter die Fassade zu schauen und die Betrachter/innen schließlich mit einem Gegenüber zu konfrontieren, das sie zu einer kritischen Auseinandersetzung herausfordert. Weiterlesen

Vortrag von Marc Ries am 02.05.2017: Kritik des Begehrens im Digitalen

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 02.05.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Am Begehren interessant ist, dass sein Objekt unbestimmt, nicht festgelegt, offen ist. Aus der Perspektive des alltäglichen Gebrauchs und also auch des Begehrens digitaler Techniken werden 4 Bild-Objekte diskutiert: Mehrwert-Bilder in Produkten, Metamorphosen des Found-Footage, die unsichtbar-noetischen Bilder der Naturwissenschaften, post-narzisstische Selfies. Diese Typen werden kontrastiert mit drei Konzepten des Begehrens: das platonisch-psychoanalytische Konzept des »Mangels«, die »mimetische Struktur« des Begehrens, das Produktionskonzept unendlicher »Begehrensströme«.

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Vortrag von Tobias Ortmanns am 31.01.2017: Das Blinde im Visuellen – Radio, Podcast und andere Alltäglichkeiten

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 31.01.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Radio – das erste elektronische Massenmedium – hat im Laufe seiner Geschichte viele Veränderungen durchlaufen. Die aktuellsten Veränderungen des Mediums sind im Rahmen der Digitalisierung zu beobachten. Sie betreffen die Strukturen von Kommunikatoren, Angeboten und die Rezeptionssituation von Konsumenten.

Das „blinde Medium“, wie das Radio in einer seiner Medientheorien beschrieben wird, sieht sich in der Folge der Popularisierung des WWW in der Pflicht, Aspekte seines primär akustischen Angebots im Visuellen abzubilden. Ausprägungen dieser Entwicklung kann man beispielsweise in Form von Websites, Apps und Mediatheken beobachten, die ihrerseits auf Distributionswege wie Streams und Podcast zurückgreifen. Weiterlesen

Vortrag von Annemarie Hahn am 17.01.2017: Who is Kilroy? Autorschaft im Netz

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 17.01.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Hahn

Kilroy ist eine Figur, die seit den 40er Jahren immer wieder an verschiedenen Orten auftaucht, zunächst auf Schiffen, später vermehrt an Hauswänden, dann auch als Figur in Literatur, Musik, in Spielen … in der Regel in Begleitung des Schriftzugs „Kilroy was here“.

„Kilroy was here“ ist ein Mem. Wie die meisten Meme ist es von Menschen gemacht, von Technologien verbreitet und durch verschiedene Dinge mitproduziert. Kilroy was here hat mindestens eine Geschichte, aber keinen Autor. Weiterlesen