Schlagwort-Archiv: Präsenz

Gastvortrag von Doris Schuhmacher-Chilla am 16.12.2015: Anthropologische Kunsttheorie

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Kunstpädagogische Positionen
Mi, 16.12.2015 | 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
(R 2.212) | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Bild: Michael Zheng: Ground Breaking, Performance 2003

Anthropologische Kunsttheorie kennzeichnet ein offenes theoretisches Denken im Zusammenhang von Kunst – Theorie – Anthropologie. Es versteht sich als richtungsweisend für historische und gegenwärtige Reflexionen von Kunst und ihren Kontexten. Es bildet keine Metatheorie und liefert keine endgültigen Interpretationen. Anthropologische Themenfelder markieren eine Position diesseits eines normativen Begriffs vom Menschen, und präferieren auf der Grundlage von Präsenz und Performativität, Körper, Bilder und Imaginationen als das sich den eingefahrenen Diskursen von Moderne und Postmoderne Widersetzende und Zukunftsweisende. Die zentrale und ubiquitäre Bedeutung des ästhetischen Feldes in der nachdisziplinären „Kontrollgesellschaft“ veranlasst exemplarisch Fragen nach der Rolle und Funktion von Kunst als Kraft (Ch. Menke).

Doris Schuhmacher-Chilla (*1952) ist seit 2002 Professorin am Institut für Kunst- und Kunsttheorie der Universität zu Köln mit den Arbeitsgebieten Kunsttheorie, Historische Anthropologie und Kunstwissenschaft sowie zeitgenössische Kunst unter besonderer Berücksichtigung der Fotografie. Weiterlesen

2. Performancegarten

Wir laden ein zur Präsentation der Werkstattarbeiten von Teilnehmenden des Performanceseminars „Am Anfang war ich“.
Nächsten Dienstag, den 15.01.2013, um 20 Uhr. In der Humanwissenschaftlichen Fakultät Gronwaldstr. 2, Block B, R235 (2.OG über der Aula).

Gastvortrag: Marie-Luise Lange: I’m here – ästhetische Bildung als Präsenz, Ereignis, Kommunikation, Aufmerksamkeit und Teilhabe

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Mi, 27.06.2012 | 16:00 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

Schon mal nachgedacht – was wollen wir Menschen eigentlich jenseits der Ökonomie? Was kommt nach dem shoppen? Schauen wir uns doch um. Der uns umgebende Alltag hält alles bereit, was wir brauchen, um uns mit uns und der Welt auseinander zu setzen. Kunst und die digitalen Medien – und natürlich nicht nur sie – sind ein lebendiger, Vereindeutigungen zerstörender Spiegel heterogener Weltzugänge.

Wo könnte gelernt werden, Fragen zu stellen sowie Spannungen und Komplexitäten auszuhalten? Wo könnten ästhetische Erfahrungen aller Art von Heranwachsenden kommuniziert, geschärft, problematisiert, diskutiert und individuelle wie kollektive Interessen geformt und erweitert werden? Wo gäbe es den Raum für ästhetische darin einbezogen körperlich-performative, materielle, mediale und geistige Welt- und Selbsterkundung, für Spiel, Experiment, Differenzerfahrung und Zweifel? Wo könnte man lernen, etwas In-Frage zu stellen? Wo könnte man lernen zu staunen? Wo könnten sich (…ästhetische…) Identitäten bilden, ohne in verordnete Gewissheiten zu verfallen? Wo entsteht aus Nicht-Sinn Neues?

All das könnte ein guter Kunstunterricht leisten. Dass er das oftmals nicht tut und dann folgenlos bleibt, ist nicht das Problem der Kunst, sondern das der Kunstlehrer/innen. Wie aus einem weiten Kunstbegriff ein erweiterter Kunstpädagogikbegriff folgt, soll der Vortrag beschreiben.

Marie-Luise Lange (1955) hat an der Humboldtuniversität zu Berlin Germanistik und Kunst im Diplomstudiengang Lehramt studiert.
Nach der Geburt zweier Kinder und einer Promotion zur Phantasieentwicklung 1985 bildete sie bis 1990 selbst an der Humboldtuniversität Kunstpädagog/innen aus.
Nach einer wissenschaftlichen Assistenz an der Justus-Liebig-Universität Gießen war in den 90er Jahren eine Habilitation zum Thema „Grenzüberschreitungen – Wege zur Performance Körper – Handlung – Intermedialität im Kontext ästhetischer Bildung“ gewachsen. Seit 2000 ist Marie-Luise Lange als Professorin für Theorie künstlerischer Gestaltung und als Performancedozentin an der TU Dresden tätig.

Ausblick

Weitere Vorträge im Rahmen der Reihe .mbr monthly im Sommersemester 2012:

  • 22.5. 2012, 16:00 Jan Holtmann (Hamburg)
  • 13.6.2012, 16:00 Franz Billmayer (Salzburg)
  • 27.6.2012, 16:00 Marie-Luise Lange (Dresden)
  • 2.7.2012, 16:00 Torsten Meyer (Köln, Antrittsvorlesung)