Schlagwort-Archiv: Kreativität

Gastvortrag von Heidrun Allert am 18.07.2017: Eigensinn als Form der Autonomie in performativen Praktiken

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 18.07.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Der Vortrag führt das Konzept poetischer Spielzüge ein und zeigt Beispiele aus Bildungsprozessen auf. Ausgangspunkt ist ein prozessontogisches Verständnis sozialer Wirklichkeit. Kreativität ist dann eine Form der Auseinandersetzung mit der Welt, in der Individuen oder Gruppen versuchen in produktiver Weise mit andernfalls unbestimmten Situationen umzugehen. Weiterlesen

Gastvortrag von Johanna Gundula Eder am 05.07.2017: Kreativitätsbildung und Kunstpädagogik – historische Kontexte und methodische Ansätze

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Kunstpädagogische Positionen
Mi, 05.07.2017 | 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Kreativität gilt als Wesensmerkmal des Menschen. Eine zentrale Aufgabe der Kunstpädagogik ist die Kreativitäts- und Persönlichkeitsbildung mithilfe der Kunst. Publikationen hierzu sind oft produktorientiert. Johanna Gundula Eders grundlegende Studie lotet jedoch eine prozessorientierte, kreativitätsbildende Grundhaltung aus. Dafür analysiert sie kreative Prozesse von Wegbereitern transmedialer Kunst: z.B. Marcel Duchamp, John Cage und Merce Cunningham oder Joseph Beuys. Zudem stechen aus den kunstpädagogischen Positionen des 20. Jahrhunderts kreativitätsbildende Ansätze wie das Bauhaus, das Blackmountain College und die Beuys’sche FIU heraus. Aus diesen Analysen lassen sich methodische Ansätze einer aktuellen, kreativitätsbildenden, kunstpädagogischen Position formulieren. Weiterlesen

Gastvortrag von Gesa Krebber am 03.06.2015: I wanna draw your name on my __________. Kollaborative Kreativität als Position einer jungen Kunstpädagogik

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Kunstpädagogische Positionen
Mi, 03.06.2015 | 16 Uhr
Block B | R 212 (ehemals 235) | Gronewaldstraße 2 | Köln


Gesa Krebber.
I wanna draw your name on my __________.
Kollaborative Kreativität als Position einer jungen Kunstpädagogik

cosima von bonin ohne Titel krebber ueber krebber 1990-0-1 Was sind Positionen einer zeitgenössischen Kunstpädagogik, deren Anschlüsse so vielfältig sind und von Architektur, Conceptual Art, Design über Performance, sozial-medialen Alltagspraktiken bis hin zu partizipativen Gestaltungspraktiken reichen? Die Kunstpädagogik steht darin beständig an Schwellen und Übergängen, tritt hinein in fluide, entgrenzte Felder und unscharfe Begrifflichkeiten. Appropriation, User-Generated Design, Internet-Art und Post-Internet-Art, Collaborators und Komplizen… Fremdes, Störungen, Informelles wird dabei zur bildenden Situation.

Zugleich wird mit dem Eintritt in die Regelschule die entgegengesetzte Erwartung deutlich. Dort gilt es, den tradierten Bildungsbegrifflichkeiten gerecht zu werden. Störungen sind das Gegenteil des gängigen Unterrichtsziels. Und anstatt eines relationalen und kommunikativen Zusammenarbeitens muss das Ergebnis von Unterricht und der Lernerfolg weiterhin gekoppelt an das einzelne Individuum „gesichert“ werden.

Das aktuelle Phänomen zeitgenössischer Kollaborationen in der Kunst und der Alltagskultur stellt ein Konzept dar, das in entgrenzte, unsichere Bereiche von Kunst und Kreativität führt. Mit einem großen Selbstverständnis sind Konnektivität und relationale Bedingtheit sichtbarer Teil des künstlerischen und gestaltenden Produktionsprozesses ohne Angst vor Ähnlichkeiten, komplexen Zusammenhängen oder multipler Autorschaft.

Übertragen auf die Situation an der Schule tun sich damit viele Impulse auf. Die aktuellen kollaborativen Phänomene bieten Erweiterungspotentiale für das System Schule, da sie das individuelle, vereinzelte, institutionalisierte Lernen um situative, kommunikative Konzepte erweitern. Beziehungen und Vernetzungen gelten darin als wesentlicher Teil einer good practice an der Schule.

Für die kunstpädagogische Lehre heißt dies, die Narration kollaborativer Strategien in den Fokus zu rücken und sie im zweifachen Sinne zum neuen Gegenstand der Kunstunterrichtspraxis zu machen. Sie ist einerseits notwendige Aktualisierung von Lehrplaninhalten. Zudem ist die Kollaboration – ob in Kunst oder Alltagskreativität – als Erweiterung von Bildungssituationen zu sehen. Anhand von Unterrichtsbeispielen wird diese kollaborative Denkfigur imaginiert und im Seminar debattiert.

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Gesa Krebber (*1978) ist Promovierende am Institut für Kunst und Kunsttheorie an der Universität zu Köln mit dem Forschungsprojekt Kollaborative Kreativität. Als Lehrerin für Kunst und Deutsch ist sie an der Königin-Luise-Schule in Köln tätig. Sie studierte Freie Kunst sowie Kunstpädagogik/ Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und Germanistik an der Universität Kassel. Arbeitsschwerpunkte: Strategien aktueller Zusammenarbeit in Kunst und Alltagskultur, kollaborative Kreativität, relationales Lernen im Kunstunterricht. http://gesakrebber.de.