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Diskussionsbedarf Lehrerbildung

(Bild via mrod)

An der „Exzellenz-Universität“ LMU München ist zurzeit eine „Professur für Didaktik der Bildenden Künste“ ausgeschrieben. Diese Professur soll laut Aufgabenbeschreibung „das Fach Kunstdidaktik in Lehre und Forschung“ vertreten. Der Stelleninhaber soll sich außerdem, wie das bei Professuren üblich ist, angemessen an Aufgaben der akademischen Selbstverwaltung beteiligen. Üblicherweise geht man von einer Dreiteilung der Aufgabenfelder aus: 1/3 Forschung, 1/3 Lehre, 1/3 Selbstverwaltung. Diese Professur ist jedoch als sogenannte „Lehrprofessur“ mit 14 (statt 9) Wochenstunden Lehrverpflichtung ausgeschrieben. Das ist möglich, seit die W-Besoldung eingeführt wurde. Damit sind nicht nur Gehälter (theoretisch, wenn der Haushalt der Hochschule es hergibt) frei verhandelbar, sondern auch die Anteile von Lehre und Forschung sind verhandel- bzw. wie hier ausschreibbar. Dagegen ist prinzipiell nicht unbedingt etwas einzuwenden. Der Beruf des „Lecturers“ oder „Dozenten“ heißt dann eben nun „Lehrprofessor“. Das ist zur Not erträglich. Etikettenschwindel scheint mir jedoch vorzuliegen, wenn von einer solchen Professur die Vertretung des Faches in der Forschung behauptet wird. Das lässt auf ein Verständnis von „Forschung“ im Feld der Fachdidaktiken schließen, das einer „exzellenten“ Universität wohl nicht so ganz angemessen ist.

Vielmehr wird durch solche Ausschreibungen dafür gesorgt, dass Lehrerbildung weiterhin nach dem Prinzip der Traditionsfolge durch „Nachmachen“ und „Anleitung“ von „erfahrenen“ Lehrern betrieben wird, weil diese es sein werden, die sich auf solcherlei Stellen bewerben. Das führt zum Bewahren, zur Fortsetzung des „Bewährten“ und erklärt ganz wunderbar, warum die Schule wohl eine der innovationsfeindlichsten Institutionen überhaupt ist. Nur – es ist in letzter Zeit wirklich allzu offensichtlich geworden, dass das, was sich in der Schule des 19. Jahrhunderts „bewährt“ hat, inzwischen nicht einmal mehr ansatzweise zu tun hat mit den Herausforderungen, vor die die aktuellen Schülergenerationen gestellt sind.
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Ausschreibung L. Fritz Gruber-Preis 2010 | 2011

Die Universität zu Köln schreibt den L. Fritz Gruber-Preis 2010 | 2011 zum Thema „Fruchtbare Augenblicke – furchtbare Augenblicke“ aus.

Die von der Jury ausgewählten 20 besten Arbeiten werden bei der Preisverleihung ausgestellt. Der Stifter des 1. Preises ist die Photographische Sammlung, SK-Stiftung Kultur. Der 2. Preis wird vom Kunsthaus Lempertz, der 3. Preis von KölnAlumni – Freunde und Förderer der Universität zu Köln e. V. gestiftet. Die Ausrichtung des Wettbewerbs wird ermöglicht durch den fgs, Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums.

Preisgelder:
1. Preis 1.000 €
2. Preis 500 €
3. Preis 300 €

Die von der Jury ausgewählten 20 besten Arbeiten werden bei der Preisver- leihung in der A.R.T.es Galerie der Forschungsschule a.r.t.e.s. ausgestellt. www.artes.uni-koeln.de/artes-galerie.

Mit der offenen Ausschreibung lädt die Universität zu Köln Studierende, Gasthörer/innen, Mitglieder und Angehörige der Universität, ihre Mitarbeiter/innen und Freunde ein, die Universität auch als Zeit_Raum zu entdecken, den es immer wieder neu zu gestalten gilt.

Einsendeschluss 15. April 2011
Preisverleihung Juni 2011

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