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Rückschau – crossing the field

Am 21.10.2013 fand im Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln die Ausstellung crossing the field (Einladung) statt.
Für die Aufnahme und Veröffentlichung der Foto- und Videodokumentation wurden alle Besucherinnen und Besucher gebeten ihr Einverständnis zu geben. Die Dokumentation des Ausstellungsabends sollte vor allem auf den Seiten der Universität veröffentlicht werden und eine Unkenntlichmachung der eigenen Person konnte mit einem Formular gefordert werden. Ein Foto jeder Person dient der Zuordnung von Person und Einverständniserklärung. Am Ende des Abends waren 50 Gäste erfasst worden.

[Postproduction / 2 Stunden]
Postproduction ist eine Arbeit von Johanna Martini und enstand als Performance für die Ausstellung crossing the field. Sie beschäftigt sich mit den Persönlichkeitsrechten bei Bildaufnahmen in der Öffentlichkeit.

Gastvortrag: Marie-Luise Lange: I’m here – ästhetische Bildung als Präsenz, Ereignis, Kommunikation, Aufmerksamkeit und Teilhabe

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.mbr monthly
Mi, 27.06.2012 | 16:00 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

Schon mal nachgedacht – was wollen wir Menschen eigentlich jenseits der Ökonomie? Was kommt nach dem shoppen? Schauen wir uns doch um. Der uns umgebende Alltag hält alles bereit, was wir brauchen, um uns mit uns und der Welt auseinander zu setzen. Kunst und die digitalen Medien – und natürlich nicht nur sie – sind ein lebendiger, Vereindeutigungen zerstörender Spiegel heterogener Weltzugänge.

Wo könnte gelernt werden, Fragen zu stellen sowie Spannungen und Komplexitäten auszuhalten? Wo könnten ästhetische Erfahrungen aller Art von Heranwachsenden kommuniziert, geschärft, problematisiert, diskutiert und individuelle wie kollektive Interessen geformt und erweitert werden? Wo gäbe es den Raum für ästhetische darin einbezogen körperlich-performative, materielle, mediale und geistige Welt- und Selbsterkundung, für Spiel, Experiment, Differenzerfahrung und Zweifel? Wo könnte man lernen, etwas In-Frage zu stellen? Wo könnte man lernen zu staunen? Wo könnten sich (…ästhetische…) Identitäten bilden, ohne in verordnete Gewissheiten zu verfallen? Wo entsteht aus Nicht-Sinn Neues?

All das könnte ein guter Kunstunterricht leisten. Dass er das oftmals nicht tut und dann folgenlos bleibt, ist nicht das Problem der Kunst, sondern das der Kunstlehrer/innen. Wie aus einem weiten Kunstbegriff ein erweiterter Kunstpädagogikbegriff folgt, soll der Vortrag beschreiben.

Marie-Luise Lange (1955) hat an der Humboldtuniversität zu Berlin Germanistik und Kunst im Diplomstudiengang Lehramt studiert.
Nach der Geburt zweier Kinder und einer Promotion zur Phantasieentwicklung 1985 bildete sie bis 1990 selbst an der Humboldtuniversität Kunstpädagog/innen aus.
Nach einer wissenschaftlichen Assistenz an der Justus-Liebig-Universität Gießen war in den 90er Jahren eine Habilitation zum Thema „Grenzüberschreitungen – Wege zur Performance Körper – Handlung – Intermedialität im Kontext ästhetischer Bildung“ gewachsen. Seit 2000 ist Marie-Luise Lange als Professorin für Theorie künstlerischer Gestaltung und als Performancedozentin an der TU Dresden tätig.

Ausblick

Weitere Vorträge im Rahmen der Reihe .mbr monthly im Sommersemester 2012:

  • 22.5. 2012, 16:00 Jan Holtmann (Hamburg)
  • 13.6.2012, 16:00 Franz Billmayer (Salzburg)
  • 27.6.2012, 16:00 Marie-Luise Lange (Dresden)
  • 2.7.2012, 16:00 Torsten Meyer (Köln, Antrittsvorlesung)