Post-Internet Arts Education

Das Projekt Post-Internet Arts Education (PIAE) am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln nimmt die stark gewandelten Bedingungen für die Kunstpädagogik und die kulturelle Medienbildung im Horizont des Internet State of Mind, der für die Generation der Digital Natives prägend ist, in den Blick und setzt sich zum Ziel, Konsequenzen für Praxis und Theorie der Bildung in Auseinandersetzung mit Künsten und Medien im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert zu entwickeln. Es wird zum Teil in Kooperation mit dem Grimme-Institut durchgeführt.

Das Gesamtvorhaben Post Internet Arts Education gliedert sich in 3 Phasen:

(1) Symposion im Januar 2016
(2) Tagung Because Internet im Frühjahr/Sommer 2018
(3) Kongress im Frühjahr/Sommer 2020

(1) In der ersten Phase des Projekts wurden im Rahmen eines Symposion am 15./16.1.2016 am Institut für Kunst & Kunsttheorie aktuelle Fragen einer Post Internet Arts Education identifiziert und vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen mit ExpertInnen aus Kunst, Kultur-, Medien- und Bildungswissenschaften konkretisiert und in Form eines ersten Readers zusammengefasst.

(2) Die internationale Tagung Because Internet soll im Frühjahr/Sommer 2018 stattfinden. Der von der Künstlerin Sophia Al-Maria entliehene Titel Because Internet deutet in metaphorischer Verdichtung die Allgegenwart des digitalen Wandels und seiner komplexen Wirkungen an, die im Fokus der Tagung stehen. In Fachvorträgen werden Aspekte einer post-digitalen Kunst- und Medienbildung thematisiert und in Workshops und Round-Table-Gesprächen an der Schnittstelle zwischen theoretischer Forschung und der Praxis der Kunstpädagogik und kulturellen Medienbildung weiterentwickelt. Die Tagung soll über fachliche Grenzen hinweg einen Raum zur Vernetzung und eine Plattform für intensiven Austausch zwischen Teilnehmenden und eingeladenen ExpertInnen aus Kunst, Kultur und Bildung schaffen.
(3) Das Projekt mündet in der 3. Phase schließlich in einen größeren Kongress in 2020.

Workbook Arts Education
Zusammengehalten werden die 3 Teile des Vorhabens u.a. durch ein flankierendes Projekt zum Aufbau einer OER-Plattform für innovative Konzepte des Kunstunterrichts, der außerschulischen Kunstvermittlung und der kulturellen Medienbildung unter besonderer Berücksichtigung aktueller Medienkultur(en) und Post-Internet Art. Auf einer eigens konzipierten Plattform werden zunächst 10 Praxis-Konzepte von AkteurInnen der Kunst- und Kulturvermittlung in Supervision durch das Institut für Kunst & Kunsttheorie online zur Verfügung gestellt, um damit im Kontext der Internationalen Tagung in 2018 KunstlehrerInnen, KulturvermittlerInnen und PraktikerInnen der kulturellen Medienbildung anzusprechen und zu eigenen Beiträgen und Praxisbeispielen zu ermutigen, die im Rahmen des Kongresses in 2020 einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Ästhetische Praxis als Medienkritik
Zudem steht das PIAE-Projekt im engen Austausch mit dem von Prof Dr. Manuel Zahn initiierten Forschungsprogramm „Ästhetische Praxis als Medienkritik“ (ebenfalls gefördert durch und in Kooperation mit dem Grimme-Institut). Erforscht werden aktuelle Formen und Praxen speziell von Kritik vor dem Hintergrund der Herausforderungen einer postdigitalen Gesellschaft.

Team
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Torsten Meyer
KooperationspartnerInnen: Prof. Dr. Manuel Zahn, Konstanze Schütze, Gila Kolb, Grimme-Institut: Harald Gapski und Vera Lisakowski
Projektkoordination: Kristin Klein

Kontakt:
Kristin Klein
kristin.klein@uni-koeln.de
R. 2.215
Gronewaldstraße 2
50931 Köln