Abstract

Die Wirtschaftskrise von 2009 hat es vorgemacht: Trendanalysen und Reaktionsalgorithmen im Millisekundentakt brachten das Finanzsystem zum Absturz. Die Tendenz zur Standardisierung, auch der visuellen Wirklichkeit, gestaltet unsere Zukunft wesentlich. Im aktuellen kunstpäŠdagogischen Diskurs wird unter dem Begriff „Bilderflut“ das Phänomen  — anknŸüpfend an Hartmut von Hentigs Beschreibung der anzunehmenden Šästhetischen Beanspruchung – eher bewahrpäŠdagogisch angegangen. MŸüssen wir zurŸück zum Matschen und Suhlen im Kunstunterricht, wie es viele KollegInnen praktizieren, oder gibt es andere, tragfŠähige Konzepte des Umgangs mit digital konstruierten Wirklichkeiten?
Egal, welches Konzept von Kunstunterricht verfolgt wird: umgesetzt werden muss es immer gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen. Der Umgang mit deren Energien ist deshalb basal fŸür jedes Unterrichten oder Vermitteln. Zentral gesetzt ist die Haltung der Lehrenden, deren Fachkompetenz EinfŸühlungsvermöšgen und Strukturiertheit die Performance der Erkenntnis forcieren oder behindern.

Info

Rudi Preuss, Jg. 1951 I Studium der ArächŠologie, Kunstgeschichte, Geschichte, Kunst, KunstpŠädagogik, Philosophie, Informationstechnologien und Mediengestaltung | Promotion ŸIntermedia: KüŸnstlerische Experimente und Vermittlungsprozesse |Ab 2000 Lehrbeauftragter an UniversitäŠt Dortmund, seit 2005 beschäŠftigt an der Technischen UniversitäŠt Dortmund, dann UniversitŠät Paderborn | Arbeitsschwerpunkte: Geschichte Intermedia, Video und Videokunst, Vermittlungsstrategien intermedialer Bildung, kulturelle Bildung

www.rudolfpreuss.de