Abstract

In den neuen Kernlehrplänen des Landes NRW für das Fach Kunst werden zahlreiche Kompetenzformulierungen vorgenommen, die eine reflektierende Auseinandersetzung mit der eigenen bildnerischen Gestaltung vorsehen. Die verwendeten Operatoren z.B. im Kehrlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule verweisen dabei auf vorwiegend sprachliche Handlungen wie „erörtern“, „beschreiben“, „formulieren“, „erläutern“, „begründen“, „bewerten“. Doch warum wird dies gefordert? Welche Funktion hat Reflexion im Kunstunterricht? Mit welchen Methoden leitet die Lehrperson Reflexion an? Und welchen Einfluss haben Altersstufe, Unterrichtsorganisation und Aufgabenart auf die Reflexion?

Hier bietet der Lehrplan keine Antworten; die Lehrpersonen können sich bisher nur auf ihre eigenen Erfahrungswerte und erste Forschungsansätze von Kollegen stützen. Der Vortrag möchte erste Antwortversuche auf die oben gestellten Fragen und Einblicke in die Erfahrungswerte zum Thema Reflektieren im Kunstunterricht liefern.

 

 

 

Info

Gesine Hopstein, Studium Lehramt Kunst für die Sekundarstufe I in Köln, erstes Staatsexamen 2004, anschließend Studium Lehramt für Gymnasium/Gesamtschule Einzelfach Kunst in Essen und Wien, erstes Staatsexamen 2008. Seit 2010 Kunstlehrerin am Erasmus-Gymnasium Grevenbroich. 2014 Implementation des Unterrichtsfachs Mediales Gestalten als Wahlfach in der Sekundarstufe I. Promoviert am Lehrstuhl für Kunst und ihre Didaktik zum Thema schriftliche Kommentierung der praktischen Arbeit im Kunstunterricht.