Abstract

„Making of“-Fotografie gibt es nicht nur auf DvDs zur Ergänzung von Filmen. Es gibt sie auch im Theater, in der Kunst, in der Literatur, in der Musik. Es gibt sie als Tagebuch, Journal, Notizbuch, als fotografische Dokumentation, als Video, als Audio, in Buchform und natürlich haufenweise im Netz. In meinem Vortrag pointiere ich, wie warum und mit welchen Folgen für die Lehr- und Lernbarkeit der ästhetischen Praxis man seit dem 18. Jahrhundert Künstlerinnen und Künstlern zuschaut, die etwas Unvergleichliches schaffen, von denen man aber gerade wegen dieser Unvergleichlichkeit etwas lernen kann. Zeigen werde ich aber auch, dass wir es in der Netzkultur mit einer solch grundlegenden Veränderung des Produzierens, des Zeigens und des Zuschauens zu tun haben, dass sich ganz neue Bedingungen und Möglichkeiten für die ästhetische Praxis, für ihre Lehr- und Lernbarkeit und damit dann auch für die Kunstpädagogik ergeben.

Info

Stephan Porombka ist experimenteller Kulturwissenschaftler, produktiver Gegenwartsbeobachter und ZEIT-Kolimnist, der sich ganz besonders für die Formen und Formate des „Nächsten“ interessiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, die alten Formen und Formate, literarischer, essayistischer und journalistischer Produktivität und Kreativität zu transformieren und den Bedingungen der neuen – vor allem: der nächsten! – Schrift- und Schreibkulturen anzupassen. Seit 2013 lehrt Stephan Porombka als Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der Berliner Universität der Künste.

Web: http://www.zeit.de/studium/2015-03/stephan-porombka-kunst-professor-udk-kolumne