Abstract

Einer der aktuell nach wie vor wichtigsten Aspekte in der Auseinandersetzung mit Kunst und Bildung ist die ästhetische Erfahrung in einem umfassenden Sinn. Gemeint ist damit die eigene Betroffenheit in Situationen, die man erfährt und in Prozessen, in denen man mitwirkt. Erfahrung in diesem Sinn lässt sich weder über Objektivierung der Situation, noch über Subjektivierung des Erfahrens der Situation angemessen thematisieren. Das in diesem Beitrag skizzierte performance lab soll an konkreten Situationen diese Schnittflächen von ästhetischen und sozialen Praxen „in actu“ zu untersuchen. Dieser Rahmen erlaubt es, dem Performativen ein methodisches Apriori zuzusprechen und das Thematisieren ästhetischer Erfahrung selbst als Performance zu begreifen: als experimentelle Setzung nämlich, die selbst immer schon ein eigenes Aussetzen mitbezeichnet.

Info

Heinrich Lüber (*1961, Wattwil SG). Künstler, Performer und Pädagoge. Er erhielt für seine künstlerische Arbeit verschiedene nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderem den Schweizerischen Kunstpreis 1996, 1997 und 1998, das Gordon Reid Fellowship in Australien 1999 und einen UNESCO Award for the promotion of the Arts 1999. Er lebt und arbeitet in Basel und Zürich, ist Professor an der Hochschule der Künste Zürich und ist aktiv in verschiedenen Forschungsprojekten und Initiativen zu Performance Art.

WEB: http://www.lueber.net, https://www.zhdk.ch/?mae

Der Vortrag war Teil der Jahrestagung der wissenschaftlichen Sozietät Subjekt Medium Bildung an der Universität zu Köln. Die Veranstaltung trug den Titel Where The Magic Happens“ und beschäftigte sich mit  Bildung nach der Entgrenzung der Künste. Mehr Informationen finden Sie hier: http://kunst.uni-koeln.de/magie/