Abstract

Fiktionale künstlerische Settings, welche in sich Praxen der Performance, des artistic research, der Pädagogik und des Aktivismus vereinen, stehen im Zentrum dieses Kurzvortrags. Eine Schule wird temporär von Performancekünstler_innen übernommen. Diese installieren dort ihre fiktiven Schulstrukturen, welche durch sinnlich-poetische Erfahrungen eine education for the future entwerfen. Eine Einzelkünstlerin entpuppt sich als kollektives Subjekt, welches zum Handlungsfeld, zur Denkfigur, zur Literatin oder zur Forscherin über sich selbst wird. Kann Fiktion die historisch wirkmächtigen Realitätskonstruktionen in Geschichte, Kunst und Institution aufzeigen und allenfalls verändern? Kann education als Element einer künstlerischen Praxis verstanden werden, welches konstitutiv ist für kollektive Aneignungen von Räumen, Zeiten und Erzählungen?

Der Vortrag war Teil der Jahrestagung der wissenschaftlichen Sozietät Subjekt Medium Bildung an der Universität zu Köln. Die Veranstaltung trug den Titel „Where The Magic Happens“ und beschäftigte sich mit  Bildung nach der Entgrenzung der Künste. Mehr Informationen finden Sie hier: http://kunst.uni-koeln.de/magie/

Info

Chantal Küng studierte Kunst und Kunstvermittlung in Zürich und in Basel und ist zur Zeit als Unterrichtsassistentin im Master Art Education an der ZHdK tätig. Sie ist Teil einer fiktionalen Künstlerin und schreibt an ihrem PhD zu feministisch-aktivistischer Kunstpädagogik.