Abstract

Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug. Hilde Domin

Nach schrittweisem Verlassen bekannten Forschungsterrains wird in die Debatte um Wirksamkeiten in der Performance Art der Blick auf Ressourcen unseres Körpers gelenkt und „Taktiles Wissen“ als Grundlage performativer Prozesse vorgestellt und vertiefend eingeführt.

Die zugrunde liegende „Eigenlogik performativen Handelns“ wird anhand von Beispielen aus zeitgenössischer Performancepraxis sowie Erfahrungen in den Open Sessions des Performancenetzwerks PAErsche – eines seit 2010 in NRW lokalisierten, offenen Netzwerks, dem sich Künstlerinnen und Künstler aus Tanz, Theater, Literatur, Musik und der bildenden Kunst anschließen – herausgestellt. Performative Forschung verschiebt den Fokus damit erneut auf den Prozess der Herausbildung eines Wissens, statt das Ansammeln von Informationswissen voranzutreiben.

Der Vortrag war Teil der Jahrestagung der wissenschaftlichen Sozietät Subjekt Medium Bildung an der Universität zu Köln. Die Veranstaltung trug den Titel „Where The Magic Happens“ und beschäftigte sich mit  Bildung nach der Entgrenzung der Künste. Mehr Informationen finden Sie hier: http://kunst.uni-koeln.de/magie/

Info

Elke Mark arbeitet als bildende Künstlerin mit den Schwerpunkten Performance Art und (prozessualen) Textilobjekten und forscht zu Taktilem Wissen, Denken in Bewegung und Dialog-Konzepten. Als Beteiligte des PAErsche Performance-Netzwerks ist sie besonders an der Weiterentwicklung des Open Session-Formats interessiert. Sie erhielt Preise und Arbeitsstipendien und zeigt ihre Objekte und Performances europaweit. Elke Mark ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und lehrt Performance Art an der Europa-Universität Flensburg. Sie organisiert das jährlich stattfindende deutsch-dänische BRISE Performance Art Festival.

Web: www.elkemark.com www.paersche.org