Abstract

Bringt die Pornographie eine Präsentation und Repräsentation der Sexualität hervor? Ist die gegenwärtige Form eine „eigenständige“ Spielart von Sexualität – individualisiert, autonomie, kompetenz- und leistungsfördernd, evaluierbar, standardisiert? Ist sie das verschämt, indem sie die Scham protzig überspielt über Bilder, um nicht sprechen zu müssen? Ist Pornographie Gefäß für bereitliegende Bilder, die aber nicht realisiert werden konnten, für Bilder, die nicht schon einfach vorhanden sind, sondern eher vage und in Fragmenten erahnt werden, Bilder, die Unruhe machen? Wird sie zu mächtigem Bild mit überprüfbarer Wirkung?

Info

Karl-Josef Pazzini lebt in Berlin und ist dort als Psychoanalytiker, Supervisor, Berater tätig. Er arbeitete bis 2014 als Professor für Bildungstheorie und Bildende Kunst an der Universität Hamburg, lehrt zur Zeit an der UdK Berlin und an der Université du Luxembourg, studierte Philosophie, Theologie, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Kunstpädagogik. Neue Publikation: Bildung vor Bildern. Kunst • Pädagogik • Psychoanalyse (2015) transcript. Gerade fertiggestellt zus. mit Insa Härtel: Blickfang. Scharfgestellt und umgedreht. Gerhard Richter Betty (1977)

http://mms.uni-hamburg.de/blogs/pazzini/

http://www.pazzini-psychoanalyse.de/

http://psybi-berlin.de/