Heft 45

3 €

Christina Griebel
Ungehorsam übersetzen. Kunstpädagogik als Poesie

Kunstpädagog_innen leisten in ihrer täglichen Arbeit bewusst und unbewusst Übersetzungsarbeit zwischen Worten und Taten, die Bilder sein können. Wer Übersetzungarbeiten nicht selbst verrichtet, fügt sich den hegemonialen Ansprüchen anderer, denn Sprachen sind Herrschaftsinstrumente. Deshalb muss diese Arbeit unendlich von Neuem begonnen werden. Das Potential (ein abgedroschener technokratischer Begriff) und die romantische Potenz dieser Tätigkeit bleiben häufig Desiderat (desire, ein Wunsch und Begehren). Poesie wäre ein anderer Begriff dafür – und zugleich die ungezogene Schaffung konjunktiver Räume. Im Sinne einer philologisch-kritischen Kunstpädagogik wird sie in diesem Vortrag mit verwandten Begriffen an der Wurzel gepackt, ungehorsam übersetzt, auf ihren Gebrauch in Fachgeschichte und aktuellen Diskursen befragt und mit Blick auf die Ermöglichung ästhetischer Mentalität in Gegenwart und Zukunft untersucht.

Frei verfügbarer Volltext: KPP45_Griebel.pdf

Schlagwörter: Christina Griebel, Poetik, Poesie, Kunst, Kunstpädagogik, Übersetzung, Wort, Bild, philologisch-kritisch, ästhetische Mentalität

Erschienen: 2019

ISBN (Print): 978-3-943694-23-9

Bemerkungen: 52 S., 12 x 19 cm, Rückenstich-Broschur,
Zu beziehen über:
Universität Hamburg
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8
20146 Hamburg
E-Mail: I10KUNST@erzwiss.uni-hamburg.de