Heft 42

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Doris Schuhmacher-Chilla
Anthropologische Kunsttheorie
Kunst – Theorie – Anthropologie

Anthropologische Kunsttheorie kennzeichnet ein offenes theoretisches Denken im Zusammenhang von Kunst – Theorie – Anthropologie. Es versteht sich als richtungsweisend für historische und gegenwärtige Reflexionen von Kunst und ihren Kontexten. Es bildet keine Metatheorie und liefert keine endgültigen Interpretationen. Anthropologische Themenfelder markieren eine Position diesseits eines normativen Begriffs vom Menschen, und präferieren auf der Grundlage von Präsenz und Performativität, Körper, Bilder und Imaginationen als das sich den eingefahrenen Diskursen von Moderne und Postmoderne Widersetzende und Zukunftsweisende. Die zentrale und ubiquitäre Bedeutung des ästhetischen Feldes in der nachdisziplinären „Kontrollgesellschaft“ veranlasst exemplarisch Fragen nach der Rolle und Funktion von Kunst als Kraft (Ch. Menke) diesseits theoretischer Explikationen.
Beispiele aus unterschiedlichen Gattungen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts verdeutlichen den anthropologischen Zusammenhang von Kunst und Theorie. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem performative turn und ausgewählten Performances zu, die in den Koordinaten von Zeit, Körper und Raum unsere Anteilnahme und damit unseren mimetischen Nachvollzug verlangen.

Frei verfügbarer Volltext: KPP42_Schuhmacher-Chilla.pdf

Schlagwörter: Doris Schuhmacher-Chilla, Anthropologie, Kunsttheorien, Gegenwartskunst, Präsenz des Körpers, Bildersehen als Handlung, Unabgeschlossenheit der Kunst, performative turn, Bild und Imagination

Erschienen: 2018

ISBN (Print): 978-3-943694-20-8

Bemerkungen: 48 S., 8 Abb. s/w., 12 x 19 cm, Rückenstich-Broschur