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Vorträge von Marco Rüth und Adrian Birke: Der erfolgreiche Umgang mit digitalen Technologien. Über die Rolle von Technikbereitschaft und Technologieakzeptanz & Jessica Trixa: Algorithmen im Alltag – Psychological targeting

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Die drei Vorträge wurden aufgezeichnet und werden per Link zur Verfügung gestellt. Die Videos sind passwortgeschützt und vorerst nur für eine begrenzte Zeit verfügbar.

Zwei Einblicke in die Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie

Der erfolgreiche Umgang mit digitalen Technologien. Über die Rolle von Technikbereitschaft und Technologieakzeptanz

Digitale Technologien prägen den Berufsalltag sowie Lebensalltag und werden stetig weiterentwickelt. Zukünftige technologische Entwicklungen und Innovationen werden beispielsweise in den Bereichen künstliche Intelligenz sowie Mensch-Maschine-Interaktion diskutiert: Ob und inwiefern werden diese und weitere digitale Technologien von verschiedenen Zielgruppen akzeptiert? Wie werden die Nützlichkeit und Nutzbarkeit digitaler Technologien wahrgenommen und bewertet? Wie steht es um die Kompetenz und Zufriedenheit im Umgang mit digitalen Technologien?

In diesem Vortrag werden zwei relevante Konzepte für einen erfolgreichen Umgang mit digitalen Technologien adressiert: Zunächst wird das Konzept der Technikbereitschaft vorgestellt, um daraufhin vertiefend auf Facetten der Technologieakzeptanz einzugehen. Der Vortrag soll zentrale Fragen, Potenziale und Herausforderungen im Hinblick auf die Rolle von Technikbereitschaft und Technologieakzeptanz für zukünftige technologische Entwicklungen aufzeigen.

Marco Rüth arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie an der Universität zu Köln. Aktuell ist er Mitarbeiter in den Projekten „Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)“ sowie „Digitalstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Kompetenzen nachhaltig entwickeln (DiSK)“. Zuvor studierte er Kognitionswissenschaften in Osnabrück und Neuro- und Verhaltenswissenschaften in Tübingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören E-Learning, Game-based Learning sowie visuelle Aufmerksamkeit (weitere Informationen unter: http://www.marcorueth.com/).

Adrian Birke studiert forschungsorientierte Psychologie an der Universität zu Köln und ist Tutor am Lehrstuhl für Sozial- und Medienpsychologie. Zuvor studierte er Psychologie an der FernUniversität in Hagen. Im Rahmen seiner Masterarbeit untersucht er die Intention von Lehramtsstudierenden, Computerspiele später als Lehrperson im Schulunterricht einzusetzen.

 

Vortrag Marco Rüth: https://vimeo.com/kunstinstitutkoeln/irv045a (Passwort: UzKRVIM)

Vortrag Adrian Birke: https://vimeo.com/kunstinstitutkoeln/irv045b (Passwort: UzKRVIM)

 

Algorithmen im Alltag – Psychological targeting

Im Alltag bewegen wir uns in unterschiedlichsten Kommunikationskontexten. In einigen Situationen werden jedoch bestimmte Kommunikationsstrategien nicht als reiner Informationsaustausch, sondern als Mittel gezielter Einflussnahme eingesetzt. Die dahinterliegende Absicht der sogenannten persuasiven Kommunikation ist eine Einstellungs- bzw. Verhaltensänderung von Personen. Diese Form der Einflussnahme wird beispielsweise von Unternehmen, Werbefirmen oder auch politischen Akteuren genutzt, um die Rezipient*innen dahingehend zu beeinflussen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen oder für eine bestimmte Partei bzw. eine/n bestimmte/n Kandidaten/-in zu stimmen. Derartige Appelle (persuasive appeals) zeigen eine größere Wirksamkeit, wenn sie passgenau auf die spezifischen Charaktereigenschaften des Einzelnen zugeschnitten sind. Laut der Forschungsergebnisse neuerer Studien, die auf sogenannten digitalen Verhaltensdaten basieren, lassen sich gewisse persönlichkeitspsychologische Merkmale von Menschen anhand von Spuren ihrer Onlineaktivitäten, wie z.B. ihrer Likes oder Posts auf Social Media, sehr gut vorhersagen. Durch die Nutzung digitaler Spurdaten können die Auswirkungen des sogenannten Psychological Targeting auf das tatsächliche Verhalten von Personen valide beobachtet werden.

In diesem Vortrag soll anhand der vielbeachteten Studie Psychological targeting as an effective approach to digital mass persuasion von Matz et al. (2017) diskutiert werden, ob der Einsatz von Psychological Targeting tatsächlich eine Beeinflussung des realen Verhaltens großer Personengruppen bewirken kann, indem eine Anpassung der gezeigten Inhalte an die persönlichkeitspsychologischen Charakteristika der Zielgruppen vorgenommen wird. Dabei werden sowohl die Erkenntnisse aus der Studie und ihre Limitationen als auch die generellen Chancen und Risiken des Psychological Targeting thematisiert.

Jessica Trixa arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln in der Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie im Projekt Digitalstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Kompetenzen nachhaltig entwickeln (DiSK). Sie ist zudem im Rahmen einer wissenschaftlichen Mitarbeit im Verbund-Forschungsdaten Bildung bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften tätig. Zuvor studierte sie Medienwissenschaft an der Universität zu Köln und Information et Communication an der Université de Lorraine. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Bereiche Bildung und digitalisierungsbezogene Kompetenzen in der digitalen Welt.

 

Vortrag Jessica Trixa: https://vimeo.com/kunstinstitutkoeln/irv045c (Passwort: UzKRVIM)

 

Bildcredits: Pixabay

Details

Datum:
12. Januar
Zeit:
18:00 - 19:30
Format:

Veranstalter

Institut für Kunst & Kunsttheorie
Website:
kunst.uni-koeln.de

Veranstaltungsort

online