Lade Veranstaltungen

Gastvortrag von Franziska Kabisch: Von YouTube-Playlists zu Insta-Stories – Warum feministische Bildung heute auf Social Media stattfindet und wie wir sie selbst produzieren können

Wo findet feministische Bildung heutzutage statt? Zum einen im Austausch unter Freundinnen, zum anderen in Büchern und Magazinen. In Schule und Universität wird auch so einiges vermittelt, aber der Großteil feministischen Wissens liegt mit Sicherheit im Internet – und damit in meiner eigenen Hand auf meinem Smartphone. Das Internet und seine zahlreichen Social-Media-Plattformen bieten Raum für Aktivist*innen, Künstler*innen, Kollektive, Organisationen und viele mehr. Selbst organisiert und selbst produziert oder von öffentlichen Geldern in Auftrag gegeben und gefördert – viele Kanäle thematisieren aktuelle politische Fragen, von Geschlechtsidentität über Cultural Appropriation bis hin zu bodyshaming und Abtreibungsrechten. Die gewählten Formate sind oft kurz und knapp und schaffen es doch, die oft komplexen Fragen auf den Punkt zu bringen und Jugendliche als auch Erwachsene direkt zu erreichen.

In meinem Vortrag will ich ein paar Kanäle, Accounts und Profile vorstellen und dabei auch über meine eigene künstlerische Praxis reden. Als Mitbegründerin und Mitglied des queer*feministischen Kollektiv FEIGE habe ich in den letzten Jahren unter anderem an zwei YouTube-Serien mitgearbeitet, die sich zum einen mit Fitness-Wahn und zum anderen mit sexueller Selbstbestimmung beschäftigen. Im selbst organisierten Kollektiv versuchen wir voneinander zu lernen, mit Widersprüchen zu arbeiten, Wissen auszutauschen und dieses Wissen nach außen zu tragen. Einen Eindruck zu uns und den YouTube-Serien gibt es hier: www.wirsindfeige.org

Franziska Kabisch lebt und arbeitet als Filmemacherin, Feministin und Freundin in Wien und Berlin. Beeinflusst aus verschiedenen Kontexten wie Körperarbeit, Theater, Kunst, Aktivismus und Deutsch-Sprachunterricht, liegt der Fokus ihrer Arbeit in den Bereichen Sprache und Macht, Körper und Begehren. Mit dem Kollektiv „Feige. Verein für queer*feministische Bildung und Bildproduktion“ arbeitet sie zu Bodyshaming im Internet, sexueller Selbstbestimmung und female gaze. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Darstellung von Abtreibungen in Spielfilmen und überlegt, nach ihrem Kunststudium noch einmal Informatik zu studieren.

 

Bildcredits: FEIGE – Verein für queer-feministische Bildproduktion und Bildung

Veranstalter

Institut für Kunst & Kunsttheorie
Website:
kunst.uni-koeln.de