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Gastvortrag von Isabel Eisfeld: Nicht im selben Boot!??? Ansätze einer transkulturellen Kunstpädagogik in der (Post-) Migrationsgesellschaft

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Globalisiert, digital vernetzt, transkulturell? Wir sind längst (Post-) Migrationsgesellschaft geworden. Was bedeutet das für eine kreative, ko-konstruktive Auseinandersetzung mit Identität in der Schule?
Bei ihrem Besuch im Saloon erzählt Isabel Eisfeld, Studienrätin an einer Berliner Gemeinschaftsschule, aus ihrer kunstpädagogischen Praxis. Sie beleuchtet dabei am Beispiel einer Unterrichtsreihe, die augenscheinlich einmal nicht von BILD ausgeht, einige der Strategien und Erkenntnisse, die sie als positiv wirksam erlebt. Die Reihe verbindet Fotografie und Dokumentation im Portfolio. Sie führt durch einen Prozess von Information und Befremdung über Selbstbefragung und Austausch hin zur Entwicklung einer künstlerischen Forscher*innen- Haltung. Dabei geht es um das Potenzial von Reibung, die Kraft von Fragen, den Nutzen von Instagram, das Ergründen von Sprache, die Magie von Ritualen und individuelles Sinnstiften. Wir gehen gemeinsam von Schüler*innen aus, die wie jede*r von uns ihre ganz eigenen Geschichten mitbringen. Die Jugendlichen entwickeln in gemeinschaftlichem Aushandeln Strategien, um reflektiert Grenzen zu überwinden, sich aktiv mit Pluralität auseinanderzusetzen und so Gesellschaft mitzugestalten.

Isabel Eisfeld studierte in Dresden Kunstpädagogik, Anglistik/Amerikanistik und DaZ. Vor ihrem Referendariat lebte sie phasenweise in Spanien, Irland und der Türkei. Seit 2014 unterrichtet sie an einer Gemeinschaftsschule in Berlin. Sie leitet dort die Fachkonferenz Kunst und bildete mehrere Jahre lang Kinder und Jugendliche zu Mediator*innen aus. Zweimal im Jahr koordiniert und berät sie eine künstlerische Projekt-Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin. Sie gestaltet die Schulentwicklung aktiv mit; zuletzt konzipierte und koordinierte sie mit einer Kollegin zusammen die Einführung ins Projektlernen. Darüber hinaus engagiert sie sich im Ganztags-Ausschuss und in der AG Diversity. Ihr besonderes Interesse gilt der künstlerischen Persönlichkeitsentwicklung und Stimmfindung in der transkulturellen Gesellschaft.

Bildcredits: Isabel Eisfeld

 

Alle Saloon-Veranstaltungen finden im Wintersemester 20/21 online über Zoom statt. Die jeweiligen Zugangsdaten erhalten die studentischen Teilnehmer*innen über ihren ILIAS-Kurs. Externe Interessierte wenden sich bitte per Email an die Veranstalter*innen:

Jane Eschment: jane.eschment@uni-koeln.de

Gesa Krebber: g.krebber@uni-koeln.de

 

Details

Datum:
9. Dezember 2020
Zeit:
18:00
Format:

Veranstalter

Institut für Kunst & Kunsttheorie
Website:
kunst.uni-koeln.de

Veranstaltungsort

online