Tag Archives: Worldisation

57. Biennale Venedig: Künstler und Konzept veröffentlicht

120 Künstler lädt die diesjährige Venedig Biennale ein, von denen 103 erstmals in der Hauptausstellung zu sehen sind. Die vollständige Künstlerliste präsentierten Christine Macel, künstlerische Leiterin, und Biennale-Präsident Paolo Baratta vor wenigen Tagen auf einer Pressekonferenz.
Etliche der teilnehmenden Künstler kommen oder arbeiten in Deutschland, so z.B. Kader Attia, Julian Charriere, Mariechen Danz, Olafur Eliasson, Petrit Halilaj, Andy Hope 1930, Alicja Kwade, Agnieszka Polska, Jeremy Shaw, Fiete Stolte und Franz Erhard Walther.
Um das Publikum mit den teilnehmenden Künstlern vertraut zu machen, rief die Kuratorin das Artists Practices Project ins Leben – eine Serie kurzer Videos der Künstler über sich und die eigene Arbeit. Ab dem 7. Februar 2017 bis zur Eröffnung der Ausstellung werden diese Videos auf der Website der Biennale hochgeladen. Die ersten Videos sind bereits onlineContinue reading

Summerschool on (Grand) Tour

Auch die diesjährige Summerschool des Instituts für Kunst & Kunsttheorie nimmt das Semesterthema Grand Tour 2017 auf und geht on (Grand) Tour. Sie steuert zwei der größten und wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst an. Die Ziele sind beide Standorte der documenta 14 – Kassel und Athen – sowie die Biennale in Venedig. Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein. Sie können an einzelnen Exkursionen teilnehmen oder gleich an allen dreien. Nutzen Sie die Gelegenheit, zusammen mit anderen Studierenden Einblicke in die aktuelle internationale Kunstszene zu gewinnen. Finanziell werden Sie dabei von der Universität zu Köln unterstützt.

Die Termine im Überblick:

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Benefiz-Vortragsreihe: Die Sprache der Bilder. Flucht in Kunst und Medien

Parallel zum Semesterthema home/migration am Institut für Kunst & Kunsttheorie findet an der Universität zu Köln eine Benefiz-Vortragsreihe statt, zu der wir Sie herzlich einladen möchten. Die Vortragsreihe wird ehrenamtlich organisiert, alle Einnahmen aus der Vortragsreihe und der Auktion werden Projekten mit Geflüchteten zugute kommen.

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Allein im ersten Halbjahr des Jahres 2016 wurden 387.675 Asylerstanträge vom Deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entgegengenommen und zunehmend wird die Flüchtlingsdebatte für jeden von uns relevanter – vor allem auch durch ihre Präsenz in den Medien und der Kunst. Spätestens nach dem Aufstieg von Social-Media-Plattformen lässt sich nicht mehr leugnen, dass Fotografien und Videos zunehmend alle Bereiche der Gesellschaft durchdringen und soziale Interaktionen und Meinungsbildung maßgeblich beeinflussen. Continue reading

Gastvortrag von Michael Wagener am 26.10.2016: „Krieg – Ist das echt!?“

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Saloon Arts Education
Mi, 26.10.2016 | 18 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Tobias Schuhmacher: Flüchtlinge. Schülerarbeit aus dem Unterricht von Michael Wagener

Michael Wagener verfügt über eine ganz spezielle doppelte Berufsidentität: Neben seiner Arbeit als Kunstlehrer am Hölderlin-Gymnasium in Köln arbeitet er als Porträt- und Reisefotograf. Dabei entstehen Bilderstrecken im Genre der Kriegs- und Krisenfotografie. Diese Bilder geben Zeugnis ab über vergangene Kriegsschauplätze oder die aktuelle Situation der Flüchtlingskrise. Mit seiner Reihe „Teachers” erstellt er zudem einen einmaligen Atlas von Lehrerportraits – alles Bilder, die er auf der gesamten Welt gesammelt hat. Continue reading

Forschungskollegiat*in werden – jetzt bewerben!

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Bewerbungsfrist zur Teilnahme im WiSe 2016/17: 1. Juli 2016

Das Forschungskolleg AEiT.lab  ist eine im Rahmen des Projekts AEiT transdisziplinär ausgerichtete Plattform zur Förderung aktueller Formen forschenden Lernens im Netzwerk zwischen Lehrenden, Studierenden, Alltagsexpert*innen und potentiellen Projektpartner*innen aus Kunst-, Kultur- und Bildungseinrichtungen in Köln und Umgebung.

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The 9th Berlin Biennale MAY OR MAY NOT… be real queer

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Die Orte der 9. Berlin Berlin Biennale sind Orte der »Paradessenz« (ihrer Essenz nach paradox): Das Konträre kommt zusammen. An diesen Orten wird »das Virtuelle als das Wirkliche, Nationen als Marken, Menschen als Daten, Kultur als Kapital, Wellness als Politik« begriffen. Und in dieser Hinsicht kann der erste Ort bereits besucht werden. Denn der Webauftritt der 9. Berlin Biennale ist selbst »a format, that works for everything.« Die Glätte, die an Werbeästhetik und Unternehmenskultur erinnert, wird unterlaufen von disparaten Zitaten, von Witzigem und scheinbar Überflüssigem. Wie man auf der Biennale wo was findet, erzählt zum Beispiel eine reanimierte Figur in drag aus einer Videoarbeit von Ryan Trecartin und Lizzy Fitch. Die Website sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

[By the way: Einige Plätze sind noch frei. Exkursionstermin: 9.-12. Juni 2016 (Do 14 Uhr bis So 14 Uhr). Veranstaltungstermine: ab 12.04.  dienstags 16 – 17.30 Uhr, im 14-tägigen Rhythmus.  Alle Fragen zu KLIPS-Anrechnung, Kosten, etc. beantworten wir in der ersten Veranstaltung. Individuelle Anmeldung per eMail erforderlich: t.meyer@uni-koeln.de]

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[sic!] Summer Institute Cologne

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Vom 22. August bis 2. September 2016 findet in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung, auf Schloss Wahn: Burgallee 2, 51147 Köln die internationale Summer School [sic!] Summer Institute Cologne statt.

Anmeldeschluss: 29. Februar 2016.

Die Teilnahme an [sic!] wird international ausgeschrieben, bewerben können sich fortgeschrittene Master-Studierende sowie Doktorierende aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, allerdings keine Bachelor-Studierende. Die Teilnahmegebühr für Kölner Studierende beträgt 70 €.

[sic!] Summer Institute Cologne ist eine internationale Sommerschule, die von der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln in Kooperation mit The Graduate School der Northwestern University, Evanston, IL, USA, ausgerichtet wird.

Im Jahr 2016 wird [sic!] zum vierten Mal stattfinden und das Portfolio der angebotenen Kurse neu ausrichten. Die seit mehreren Ausgaben vertreten Disziplinen Theaterwissenschaft und Sound Studies werden durch Seminare in Gender & Queer Studies und in Race & Urbanism Studies ergänzt. Studierende und Lehrerende werden vom 22. August bis 2. September 2016 über das Thema „In Situ“ nachdenken.

Die Lehrenden von [sic!] kommen zu fast gleichen Teilen von der Universität zu Köln und von der Northwestern University.

2016 konnte folgendes Lehrpersonal gewonnen werden (* Northwestern University):

  • Queer Becomings and Unnatural Intimacies: Prof. Dr. Nick Davis* (Literaturwissenschaft) und Dr. Christiane König (Medienwissenschaft)
  • Sound Studies: Prof. Dr. Frank Hentschel (Musikwissenschaft) und Prof. Dr. Jacob Smith* (Medienwissenschaft)
  • Theatre Historiography: Prof. Dr. Tracy C. Davis* (Theaterwissenschaft, Performance Studies) und Prof. Dr. Peter W. Marx (Theater- und Medienwissenschaft)
  • Urbanism and Hip Hop: Jun.-Prof. Dr. Sandra Kurfürst (Südostasienstudien) und Ivy Wilson* (Literaturwissenschaft)

Weitere Informationen und den Anmeldebogen: —>sic.phil-fak.uni-koeln.de/15174.html

Die Teilnahme an der Summer School [sic!] wird ermöglicht im Rahmen des Projektes „Arts Education in Transition“, ein Kooperationsprojekt der Humanwissenschaftlichen Fakultät mit dem Institut für Medienkultur und Theater der Philosophischen Fakultät: kunst.uni-koeln.de/aeit

Exkursion zur 9. Berlin Biennale

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Exkursionstermin: 9.-12. Juni 2016 (Do 14 Uhr bis So 14 Uhr)
Veranstaltungstermine: ab 12.04.  dienstags 16 – 17.30 Uhr, im 14-tägigen Rhythmus

Im Sommer 2016 findet die 9. Berlin-Biennale als eine weltweit wahrgenommene Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt. Die Lehrveranstaltung bereitet intensiv auf den Besuch der Ausstellung im Rahmen einer 4-tägigen Exkursion (9.-12.6.2014) vor. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der kunstpädagogischen Auseinandersetzung mit aktueller Kunst, die entlang aktueller kunstpädagogischer Positionen entwickelt und bearbeitet werden sollen.

Die nächste Kunst ist die Kunst der nächsten Gesellschaft. Als nächste Gesellschaft bezeichnet
der Soziologe und Kulturtheoretiker Dirk Baecker die Gesellschaft, die auf dem Computer als
geschäftsführender Medientechnologie basiert. Baecker geht dabei von der Vermutung aus,
dass kaum etwas so große Bedeutung für die Strukturen einer Gesellschaft und die Formen
einer Kultur hat wie die jeweils dominierenden Verbreitungsmedien. Folglich wird die Einführung des Computers für die Gesellschaft ebenso dramatische Folgen haben wie zuvor nur die Einführung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks. Die erste Generation von Digital Natives, von „Ureinwohnern“ dieser nächsten Gesellschaft, ist inzwischen erwachsen und ins professionelle Berufsleben eingetreten. Zurzeit ist sie u.a. dabei, unter dem Label Post-Internet Art die Gewohnheiten des Kunstsystems durcheinanderzubringen. Sie verbindet kein erkennbarer Stil, wohl aber eine gemeinsame Haltung: Sie leben mit großer Selbstverständlichkeit eine auf den durch digitale Medien induzierten sozialen, politischen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen fußende Normalität, ohne die Gründe dieser Bedingungen als solche noch zu thematisieren, sind also quasi über das „Neue“ und „Besondere“ des Digitalen hinaus.

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Gastvortrag von Doris Schuhmacher-Chilla am 16.12.2015: Anthropologische Kunsttheorie

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Kunstpädagogische Positionen
Mi, 16.12.2015 | 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
(R 2.212) | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Bild: Michael Zheng: Ground Breaking, Performance 2003

Anthropologische Kunsttheorie kennzeichnet ein offenes theoretisches Denken im Zusammenhang von Kunst – Theorie – Anthropologie. Es versteht sich als richtungsweisend für historische und gegenwärtige Reflexionen von Kunst und ihren Kontexten. Es bildet keine Metatheorie und liefert keine endgültigen Interpretationen. Anthropologische Themenfelder markieren eine Position diesseits eines normativen Begriffs vom Menschen, und präferieren auf der Grundlage von Präsenz und Performativität, Körper, Bilder und Imaginationen als das sich den eingefahrenen Diskursen von Moderne und Postmoderne Widersetzende und Zukunftsweisende. Die zentrale und ubiquitäre Bedeutung des ästhetischen Feldes in der nachdisziplinären „Kontrollgesellschaft“ veranlasst exemplarisch Fragen nach der Rolle und Funktion von Kunst als Kraft (Ch. Menke).

Doris Schuhmacher-Chilla (*1952) ist seit 2002 Professorin am Institut für Kunst- und Kunsttheorie der Universität zu Köln mit den Arbeitsgebieten Kunsttheorie, Historische Anthropologie und Kunstwissenschaft sowie zeitgenössische Kunst unter besonderer Berücksichtigung der Fotografie. Continue reading

Gastvortrag von Kimmo Modig am 25.11.2015: Art is meaningless and I want my life to mean something

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Mi 25.11.2015 | 18 Uhr
Block B | Raum 2.212 (ehemals 235) | Gronewaldstraße 2 | Köln

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To write about your plans is to infuse your future self in shame. Here, then: I wake up every morning thinking I need to start doing something else, counting the hours I need to stay awake. As most of my peers, I’m suffering from depression. I find myself thinking „Art is not the problem nor the solution.“ I love art, just as I like sports, but I don’t believe in taste, skill, or that individual artists matter that much (?). There are other issues more pressing. Art is something I ended up doing. I might as well not do it this time next year. I’ll pick up anything that pays, or keeps me going in some way. How did you end up here? I’m terribly scared of coming over to Cologne pretending that 1. I have something to give to you, 2. it’s somehow super easy for me to receive what you want to give. To be open is not the same as accepting change or accommodating other voices. To let others in, in a way that doesn’t destroy you: how? We have a few hours together. I’m not sure if doing this is a good idea, whether we all should be doing something else. But I’ve promised, you got to, we’re here, this is what we do with our time, and on it goes. Let’s stay true about being in a space together. > video

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