Tag Archives: Kunst

Gastvortrag von Olga Holzschuh: like me

Der über den Display gebeugte Körper ist wohl eines der eingängigsten Motive, in welchem ein spezifisch zeitgenössisches Verhältnis von Technologien und ihren Nutzer*innen zum Ausdruck kommt. Solche paradigmatischen Posen und Gesten des alltäglichen Umgangs mit sogenannten Nahkörpertechnologien macht die Künstlerin Olga Holzschuh zum Gegenstand ihrer künstlerischen Untersuchung. Continue reading

Gastkünstlervortrag von Frauke Dannert: Collage als Prinzip

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND

In Ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Frauke Dannert mit dem Erleben von Raum, dem physischen Prozess des De- und Rekonstruieren und der Illusion von Räumlichkeit.
Frauke Dannerts zentrales Medium ist die Collage. In ihren Installationen (Projektionen, Wand- und Bodenarbeiten) überführt sie die fotografischen Elemente zurück in einen erlebaren Raum. Continue reading

Gastvortrag von Tilo Steireif: Welche Mythen, Visionen verstecken sich in den Lernmitteln des Kunstunterrichts (arts visuels)? Eine kritische Analyse von Beispielen aus der französischsprachigen Schweiz

Welche kulturellen und pädagogischen Visionen werden in der Schule durch die Lehrmittel im Kunstunterricht verbreitet? Wie kann man die heutigen kunstpädagogischen Begriffe und Haltungen verstehen? 
In der Westschweiz waren es zu Beginn Künstler, die kunstdidaktische Methoden entwickelten, erprobten und verbreiteten. Letztmals wurde in den 1960er-Jahren durch Gottfried Tritten ein methodischer Ansatz eingeführt, der bis in die neunziger Jahre Geltung hatte. Dabei handelte es sich allerdings um eine Übersetzung aus der deutschen Sprache. Heute werden in der Westschweiz keine Lehrmittel für den Kunstunterricht mehr produziert oder zu Verfügung gestellt (für eine Bevölkerung von etwa 2 Millionen). Dieses Fehlen von Lehrmitteln verhinderte eine kritische Auseinandersetzung mit der Didaktik des Kunstunterrichts etwa im Rahmen von Forschung oder die Entwicklung neuer Ansätze. Um die Entwicklung dieses Faches zu verstehen und es neu zu interpretieren, ist deshalb ein historischer Rückblick auf verschiedenen Methoden (vom 19. Jahrhundert bis heute) notwendig.

Tilo Steireif (Lausanne) ist Professor für Kunstdidaktik (didactique des arts visuels) an der Pädagogischen Hochschule Waadt (Haute école pédagogique du canton de Vaud) in Lausanne. Als Künstler und Forscher beschäftigt er sich mit anarchistischer Pädagogik und untersucht das Verhältnis von Avantgarde und Pädagogik.

 

 

Gastkünstlervortrag von Gabriele Horndasch: S Letter

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND

Gabriele Horndasch ist Bildhauerin, die sich zwischen den Disziplinen bewegt. Sie lebt in Düsseldorf und hat in den letzten Jahren längere Arbeitsaufenthalte in Frankreich, Südkorea, Polen und den Niederlanden verbracht.
Ein durchgängiges Element ihrer Arbeit ist die Schrift: Buchstaben, Wörter, Sätze, die wir bei ihr in völlig neuen Sinnzusammenhängen erleben. „Horndaschs Kunst setzt dort an, wo unsere Alltagswirklichkeit unser Denken und Verhalten mit den Zeichen der Sprache fest im Griff zu haben scheint. Der sinnvollen Inhaltlichkeit unserer geschriebenen Sprache rückt sie […] zu Leibe…  „Raub im Schatten/ Wo Sperber vor Vergnügen/ rosa Kirschen nippen“, heißt es da.
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Lecture from Aneta Rostkowska: Potential Landscape. Towards Slow Curating

„Potential Landscape“ is a title of an Interview with the fictitious curator Hortensja Kowalik, conducted in the year 2067. During the interview the curator reveals how a single artwork presented a considerable challenge to her imagination and, in consequence, changed her life. She talks about limits of our imagination, ways of expanding it through art and how it is to dedicate almost the whole life to the understanding of one artwork — an opposite of what we experience today with very quick, fleeting and superficial experiences of art. During her talk Aneta Rostkowska will use the interview as an introduction to her curatorial and artistic practice in which experimental storytelling meets politics, ‚gonzo journalism‘ and botany.

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Gastvortrag von Tim Wolfgarten: „Wo Sinn im Un-sinn entsteht“ – Empirische Zugänge zu bildlichen Repräsentationsformen und Sichtweisen auf Welt

Was wird über Bilder in Themenausstellungen zu Migration inhaltlich vermittelt und welche Affekte werden über die formale Bildgestaltung aufgerufen? Das sind die zwei zentralen Leitfragen der vorzustellenden Studie, für die insgesamt 814 Ausstellungen erhoben wurden, die seit dem Jahr 1974 in Deutschland besuchbar waren. Neben den zentralen Ergebnissen wird innerhalb des Vortrags vor allem auf das methodische Vorgehen eingegangen, wie auch das theoretische Vorverständnis dazu geklärt. Ziel soll es sein, empirische Zugänge zu bildlichen Repräsentationsformen sowie Sichtweisen auf Welt aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive kennenzulernen und ggf. Bezüge sowie Transfermöglichkeiten für die eigenen Forschungsinteressen herzustellen.  Continue reading

Talk and Workshop with Jill Winder: Publishing Contemporary Art: Concepts & Methods

Jill Winder is a writer and editor who studied political theory and holds an M.A. from the Center for Curatorial Studies, Bard College, New York. Most recently, she was Online Editor for documenta 14 (2015–17). Previously she was managing editor for the publications of the 7th and 8th Berlin Biennales (2012/2014); Head of Research and Publications for Bergen Assembly (2012–13); and Editor-in-Chief of art-agenda (2012–14).

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Performance Garten 6: watch us work it

PERFORMANCE GARTEN 6
WATCH US WORK IT
KUNSTHAUS RHENANIA
BAYENSTRASSE 28, 50678 KÖLN, DE

Unter dem Titel »watch us work it« zeigt der 6. Performance Garten achtzehn künstlerische Performances, die auf unterschiedliche Weisen das Verhältnis von Performance, Kunst und Arbeit befragen. Sie handeln von dienstleistender Arbeit, dem (sich ab)arbeitenden Körper, entwerfen Bilder bzw. Images von Arbeit und verhandeln die Position des Performativen innerhalb ökonomischer Ordnungen. Das zweitägige Programm bringt Nachwuchskünstler*innen und erfahrene Künstler*innen zusammen und schafft einen offenen, vielsprachigen Raum für Diskussion und Begegnung.  Continue reading