Tag Archives: IRV

Gastvortrag von Marisa Olson am 09.05.2018: WellWellWell, postinternet (art) & network culture

Ringvorlesung Master Intermedia
Mi, 09.05.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

WellWellWell (a riff on //www.) is Marisa Olson’s newest performative project to consider the nature of life in the postinternet era. Deploying both internet-based videos & live motivational lectures, Olson has crafted an alterego persona resembling an online meditation guru with a cult following as addicted to her as they are to the internet itself. The guru’s videos and lectures guide followers through creative visualization exercises, relaxation techniques, and heartfelt conversations about the way that digital technologies simultaneously stress us out and provide new tools for rebooting. WellWellWell is inspired by the contemporary wellness craze, but rooted in the historical relationship between cyberculture & counterculture, and continues Olson’s ongoing interests in the history of technology. http://wellwellwell.guru/

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Gastvortrag von Anika Meier am 08.05.2018: We need an upgrade on how we view art. Der weibliche Blick in der Post-Social-Media-Art

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 08.05.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Das Internet und die sozialen Medien haben es möglich gemacht, dass sich eine neue Generation weiblicher Künstlerinnen miteinander vernetzt und sich Gehör verschafft. In den Medien werden sie Tumblr-Star, Instagram-Künstlerin oder Webcam-Prinzessin genannt, sie selbst bezeichnen sich als Reality Artist (Signe Pierce), Instagram-Model (Leah Schrager) und Online-Exhibitionistin (Molly Soda). Sie nutzen Smartphones, Tablets und Computer, um ihre Werke zu teilen und live in den sozialen Medien zu senden, von wo aus diese sich oft viral verbreiten. Sie übertragen ihr Leben, spielen Charaktere, schaffen ein Alter Ego, schlüpfen in Rollen und führen so Stereotype, Klischees und Archetypen vor Augen. Sie verwischen bewusst die Grenzen zwischen Kunst und Leben – manchmal bis zur Unkenntlichkeit. Beim Zuschauer lösen sie Unbehagen aus, wenn sie kritisch wie Arvida Byström und Molly Soda über Schönheitsideale reflektieren und Unbequemes wie ihre Periode und Körperhaare zeigen.

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Vortrag von Michael Seemann am 24.10.2017: Digitaler Tribalismus – Die wahre Geschichte hinter Fake News

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 24.10.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .mbr
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

Post-Truth oder postfaktisches Zeitalter wird unsere Epoche schon genannt. Grund dafür sind aus den Fugen geratene Informationssyteme, die seit dem Internet die Öffentlichkeit mit immer mehr Falschinformationen fluten. Die Erklärungen sind vielseitig: von russischen Trollfarmen bis algorithmischen Filterbubbles gibt es viele Erklärungsversuche. Wir haben in einer Studie untersucht, wie sich Fake News in Deutschland tatsächlich verbreiten und sind dabei auf ein ganz anderes Phänomen gestoßen. Digitale Stämme formieren sich im Internet und wähnen sich in einem fortwährenden Informationskrieg mit der „Lügenpresse“. Fake News sind nichts weiter das Futter für bestätigungshungrige Stämme und somit Munition in ihrem Kampf um die Deutungshoheit – und um ihre Identität.

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Vortrag von Marco Rüth am 04.07.17: Mobiles und spielerisches Lernen mit digitalen Medien in Schule, Hochschule und Beruf

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.07.2017 | 17:45 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

31 Millionen Menschen spielen gelegentlich oder öfter Computer- bzw. Videospiele in Deutschland, etwa 2,2 Milliarden „Gamer“ sind es weltweit – der Mensch als Homo Ludens? Möglicherweise erlangt der Mensch als spielendes Wesen durch Spaß, Interaktion und außergewöhnliche eigene Erfahrungen sogar bestimmtes Wissen und spezielle Fähigkeiten am besten. Macht zudem die ständige mobile Nutzung digitaler Angebote den Menschen zum Homo Mobilis? Wäre dann nicht eine Kombination aus lernförderlichem Spielspaß und gesundheitsförderlicher Bewegung ein naheliegender (Fort-)Schritt?

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