Kunstpädagogische Positionen 45: Christina Griebel: Ungehorsam übersetzen. Kunstpädagogik als Poesie

Ab sofort ist das neue Heft der Reihe »Kunstpädagogische Positionen« downloadable und als Büchlein bestellbar unter kunst.uni-koeln.de/kpp/hefte/heft-45.

Kunstpädagog_innen leisten in ihrer täglichen Arbeit bewusst und unbewusst Übersetzungsarbeit zwischen Worten und Taten, die Bilder sein können. Wer Übersetzungarbeiten nicht selbst verrichtet, fügt sich den hegemonialen Ansprüchen anderer, denn Sprachen sind Herrschaftsinstrumente. Deshalb muss diese Arbeit unendlich von Neuem begonnen werden. Das Potential (ein abgedroschener technokratischer Begriff) und die romantische Potenz dieser Tätigkeit bleiben häufig Desiderat (desire, ein Wunsch und Begehren). Poesie wäre ein anderer Begriff dafür – und zugleich die ungezogene Schaffung konjunktiver Räume. Im Sinne einer philologisch-kritischen Kunstpädagogik wird sie in diesem Vortrag mit verwandten Begriffen an der Wurzel gepackt, ungehorsam übersetzt, auf ihren Gebrauch in Fachgeschichte und aktuellen Diskursen befragt und mit Blick auf die Ermöglichung ästhetischer Mentalität in Gegenwart und Zukunft untersucht.

Zuletzt erschienen IN »Kunstpädagogische Positionen«:

Heft 44: Juuso Tervo: Intimacy with a Stranger: Art, Education and the (Possible) Politics of Love
Heft 43: Rudolf Preuss: Lehrperformanz: Navigieren in offenen Lehr-Lernprozessen des Kunstunterrichts
Heft 42: Doris Schuhmacher-Chilla: Anthropologische Kunsttheorie
Heft 41: Ruth Kunz: Zwischen Bildtheorie und Bildpraxis
Heft 40: Martina Leeker: (Ästhetische) Vermittlung 2.0. Von Kunst-/Vermittlung und Kritik in digitalen Kulturen

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Tags: Kritik, Kunstpädagogik, Philologie, Poesie, Publikation, Übersetzung