Gastvortrag von Anna Schürch am 20.06.2018: „Natürliche Kunsterziehung“ – Biologismen im kunstpädagogischen Diskurs

immermittwochs_logo_blau-300x150Kunstpädagogische Positionen
Mi, 20.06.2018 | 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

In ihrem fachgeschichtlichen Vortrag geht Anna Schürch der Frage nach, wie biologistische Argumentationsfiguren das Denk- und Sagbare der deutschsprachigen Kunstpädagogik prägten. Insbesondere die evolutionsbiologische These der „biogenetischen Grundregel“ kam seit dem frühen 20. Jahrhundert dem Anliegen entgegen, das Fach auf Basis „universeller Gesetzmässigkeiten“ zu etablieren, wobei die zeichnerische Entwicklung des Kindes ins Zentrum gerückt und in Analogie gesehen wurde zu derjenigen der Kunst. Bezogen auf die Schweiz lassen sich diese diskursprägenden und bis heute virulenten/wirkmächtigen Argumentationsfiguren exemplarisch anhand der Rezeption der Theorie von Britsch/Kornmann ab Ende der 1920er-Jahre zeigen sowie anhand der Diskussionen der Nachkriegszeit um eine musische Konzeption der Kunstpädagogik.

Anna Schürch ist Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und tätig in Forschung und Lehre im Bereich Kunstpädagogik/Art Education. Arbeitsschwerpunkte: Historische und aktuelle schulische Kunstpädagogik, Forschendes Lernen, Bildungstheorie, Vermittlung von Gegenwartskunst und Performance.

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