Wir stellen vor: die neuen Lehrbeauftragten

Seit dem Wintersemester 2011/12 sind viele neue Lehrbeauftragte für das Institut für Kunst & Kunsttheorie tätig. Eine allgemeine Übersicht über alle Lehrbeauftragten des Instituts findet sich unter Lehrende. Hier stellen wir die Neuen von A wie Aram Bartholl bis Z wie Julia Ziegenbein mit ihren aktuellen Lehrveranstaltungen vor:

Aram Bartholl
geboren 1972 in Bremen
Ausbildung: Dipl. Ing. Architekt, UdK Berlin, 2002
Aram Bartholls Werk bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Internet, Kultur und Realität. Die vielfältigen Kommunikationskanäle sind selbstverständlich geworden, doch wie beeinflussen uns diese? Gemäß des Paradigmenwechsels der Medienforschung fragt Bartholl nicht nur, was der Mensch mit den Medien macht, sondern auch in wie weit die Medien den Menschen verändern. Das Spannungsverhältnis von öffentlich und privat, online und offline, von Technologieverliebtheit und Alltagsleben liegt im Kern seines Schaffens. In Form von Interventionen und Installationen im öffentlichen Raum untersucht Bartholl die Wirkung, wenn Bestandteile der digitalen Welt mit der Realität zusammentreffen.
Aram Bartholl ist Mitglied der Künstlergruppe Free Art and Technology Lab – F.A.T. Lab und bewegt sich in netzpolitischen Kreisen wie z.B dem Chaos Computer Clubs. Neben zahlreichen Vorträgen, Workshops und Performances wurden seine Arbeiten international u. a. ausgestellt im MoMA Museum of Modern Art, NYC, The Pace Gallery NY und [DAM] Berlin . Aram Bartholl lebt und arbeitet in Berlin.
Aram Bartholl wird vertreten durch [DAM] Berlin | Cologne

  • Wintersemester 2011/12: What’s next? – Getting real: Post-Internet

Matthias Böttger
studierte Architektur und Stadtplanung. Seine wissenschaftliche Karriere begann an der Stiftung Bauhaus Dessau und führte ihn über die Universität Stuttgart an die ETH Zürich, wo er seit 2007 Kunst+ Architektur unterrichtet. 2007/08 hatte er eine Gastprofessur für Kunst und öffentlicher Raum an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg inne. 2006 kuratierte er die Wanderausstellung Fanshop der Globalisierung. 2008 war er Generalkommissar für den deutschen Beitrag „Updating Germany“ auf der Architekturbiennale in Venedig. 2007-2009 war er Stipendiat der Akademie Schoss Solitude. 2010 leitete er das aut – Architektur und Tirol -, einen Kunstverein für Architektur in Innsbruck. Seit Juli 2011 ist Matthias Böttger Kurator und künstlerischer Leiter des DAZ – Deutsches Architektur Zentrum, Berlin. Mit seinem Büro raumtaktik — office from a better future — arbeitet er seit 2003 an räumlicher Aufklärung und Intervention.

Martin Brand
wurde 1975 in Bochum geboren und studierte bis 2002 Kunst und Germanistik in Bochum und Dortmund. Er lebt und arbeitet als Foto- und Videokünstler in Köln.
In den vergangen Jahren realisierte er eine Reihe von Projekten, bei denen er von Beobachtungen und Überlegungen zu gesellschaftlich-sozialen wie auch politischen Vorgängen und Zuständen ausgegangen war. Seine Arbeiten bewegen sich dabei oftmals zwischen Dokumentation und Fiktion, zufälliger Beobachtung und Inszenierung. Themen wie Jugendkultur, Identitätssuche, Orientierung an Vorbildern, Beeinflussung durch Medien und Werbung, Cliquen- und Szenebildung, Gewalt, Gruppenhierarchien und -mechanismen spielen inhaltlich eine zentrale Rolle. In diesem Zusammenhang entstanden Arbeiten wie „Breakdance“ (2003/2004), „Pit Bull Germany“ (2004), „Station“ (2004/2005), „Match“ (2005), „Turku Portraits“ (2006), „Remote“ (2007) und „Eyes Wide Shut“ (2008). 2010 realisierte er das Foto- und Videoprojekt „Portraits of Young Men“ sowie den dokumentarischen Kurzfilm „Ganja“.
Seine Werke wurden auf zahlreichen Ausstellungen und Festivals gezeigt, er erhielt Stipendien und Künstlerresidenzen und wurde 2006 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet. Im Rahmen einer Einzelausstellung im Dortmunder Kunstverein erschien 2008 in Kooperation mit dem Hartware MedienKunstVerein Dortmund sein Katalog „Martin Brand: Eyes Wide Shut“, der sein bisheriges Werk umfassend darstellt. Das Projekt „Portraits of Young Men“ wird zudem in einem vom Kunstverein Galerie Münsterland Emstdetten und DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst herausgegebenen Einzelkatalog umfassend dokumentiert.

Julia Dick
absolvierte ein Studium der Kunstpädagogik und des Darstellenden Spiels für das höhere Lehramt, sowie ein Meisterschülerstudium in freier Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig. Inzwischen freischaffend und international tätig arbeitet Julia Dick als Künstlerin, vorwiegend Performerin des Duos Katze und krieg, sowie als Dramaturgin, Kunst- und Theaterpädagogin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von den Grenzen und den Möglichkeiten zwischen den Menschen.

Rainer Eisch
geboren 1967 in Thun (Schweiz)
Ausbildung: 2002-2004 Postgraduate Studium an der Kunst und Medienhochschule Köln | 1999 Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf | 1993 – 1999 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf | 1998 Meisterschüler bei Prof. Christian Megert
Preise, Auszeichnungen: 2011 Stiftung Kunstfonds, Bonn | 2008/2009 Filmstiftung NRW (Experimentalfilm) Filmlaboratorium, Filmwerkstatt Düsseldorf | 2006 Aufenthalts-Stipendium des Shetland Art Trust und der Stadt Düsseldorf | Werkbeitrag des Kantons Bern und der Stadt Thun (CH) | 1998 Reisestipendium der Kunstakademie Düsseldorf | 1997 Förderstipendium der Aeschlimann Corti Stiftung (CH) | Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Isabel Eisfeld
1984 in München geboren, studierte an der Technischen Universität Dresden Kunstpädagogik, Englisch und Deutsch als Zweitsprache auf Lehramt an Gymnasien. 2006/07 hatte sie während ihres Auslandsstudiums an der Universidad de Sevilla, Spanien, eine Lehrassistenzstelle für Englische Konversation an der Gesamtschule Rodrigo Caro in Sevilla.
Gemeinsam mit Konstanze Schütze, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Torsten Meyer, konzipierte sie 2009 das kunstpädagogische Audio-Projekt “Die Stimme der Stadt” im Rahmen des Projektstipendiums KISS und führte es an zwei sächsischen Schulen durch. Seitdem Weiterentwicklung der verwendeten kunst- und medienpädagogischen Strategien und Multiplikation bei Lehrerfortbildungen in Dresden und Köln sowie in Prof. Christine Heils Seminar “Ziele und Inhalte der Kunstpädagogik” an der Akademie für Bildende Künste Mainz.
Seit 2009 Tätigkeit als Deutschlehrerin für Kinder und Erwachsene mit Migrationshintergrund mit Fokus auf transdisziplinäres Projektlernen in interkulturellen Unterrichtssituationen.
Teilnahme an diversen Ausstellungen und künstlerischen Projekten in Deutschland, Spanien, Irland, Tschechien und Kosovo seit 2006.

Johannes M. Hedinger
Künstler und Kunsthistoriker, lebt und arbeitet in Zürich und Amsterdam. Studium der Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste und UCLA Los Angeles sowie Studium der Kunst­geschichte, Filmwissenschaft und Germanistik an der Univer­sität Zürich. Derzeit Doktorand und Dozent an der Hoch­schule der Künste Zürich und Universität zu Köln. 1997 gründete Hedinger mit Marcus Gossolt das Kunstlabel Com&Com. Seither über 120 Ausstellungen (u.a. 6 Biennalen), 23 Kurz­filme, 8 CDs und 7 Bücher. www.com-com.ch

Wey-Han Tan
Wey-Han Tan hat Diplompädagogik mit Schwerpunkt Medien sowie M.A. ePedagogy Design / Visual Knowledge Building studiert und arbeitet zur Zeit als Leiter des eLearning Büros der Fakultät EPB sowie als Dozent an der Universität Hamburg und des ePedagogy Design Masterstudiengangs. Forschungsschwerpunkte sind Spiele zweiter Ordnung, bildungsorientiertes Spieldesign und (radikaler) Konstruktivismus. Er ist langjähriges Mitglied im Verein ‚Die Loge e.V.‘, hätte gerne mehr Zeit zum Zeichnen, Spiele entwickeln sowie zum Schreiben und Leiten von Face-to-Face-Rollenspielen im Genre ‚(post)moderner Horror‘.
blogs.epb.uni-hamburg.de/metagames/

  • Wintersemester 2011/12: What’s next? – Spiel: second order gaming

Falk Töpfer
* 1983 in Dresden, 2003 – 2009 Studium der Malerei/ Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 2009 Diplom Malerei und Grafik, 2009 – 2011 Meisterschüler der HfBk Dresden, seit 2011 freischaffend als Künstler tätig, seit 2005 künstlerische Lehrtätigkeiten u.a. an der kunstpädagogischen Fakultät der TU-Dresden, Körperbehindertenschulen oder Heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen
 
 

  • Wintersemester 2011/12: Animationsfilm

Jan Wagner
STUDIUM: 1992 – 98 bei Prof. M. Jetelovâ und Prof. Gerhard Merz an der Kunstakademie Düsseldorf | Meisterschüler von Prof. Gerhard Merz | 2001 – 03 Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien in Köln | 2004 – 06 Lehrauftrag an der Kunsthochschule für Medien in Köln | seit 2006 Dozent und Kurator an der Filmwerkstatt Düsseldorf | seit 2011 Lehrauftrag an der Universität zu Köln
STIPENDIEN: 04.98 – 10.98 Cité International des Arts, Paris | 07.00 – 10.00 DAAD, Tokyo
AUSSTELLUNGEN ab 2010: 02.12 Single Club, Attic Düsseldorf | 10.11 Earthquake, Kammerspiel Bonn, Videobühne mit Matthias Neuenhofer | 09.11 Filme, KIT/Kunsthalle Düsseldorf | 08.11 Hafenlichtspiele, Medienhafen Düsseldorf | 12.10 Ruhrtrienale 2010, Finale mit Matthias Neuenhofer, Museum Küppersmühle Innenhafen, Duisburg | 11.10 Filmlab Festival, Filmmuseum Düsseldorf | 10.10 artforum berlin, mit Eva Berendes und Markus Ebner, Berlin | 06.10 Klasse, Institut, Werkstatt, Kai 10|Arthena Foundation, Düsseldorf | 03.10 Jan Wagner/ Interpretiert Ostern: Wohnen, Dekorieren, Glauben, Galerie Jacky Strenz,Frankfurt am Main

Anna Wahle
Anna Wahle wurde 1981 in Köln geboren und realisierte ihre ersten Kurzfilme bereits im Alter von 19 Jahren in Koproduktion mit dem Kölner Filmhaus. 2002-2008 studierte sie Filmregie an der ifs internationalen filmschule köln und der HKG Zürich / ecal Lausanne. Zurzeit lebt Anna Wahle in Köln und arbeitet als selbstständige Autorin, Regisseurin und Produzentin mit dem Schwerpunkt kreativer Dokumentarfilm. Sie arbeitete unter anderem mit arte, dem ZDF und dem WDR zusammen. Außerdem leitet sie seit 2005 Filmworkshops an verschiedenen Schulen und Instituten. Ihre Filme liefen auf zahlreichen Festivals u.a der IDFA Amsterdam und der Duisburger Filmwoche. 2009 erhielt ein Stipendium des AV-Gründerzentrums für die Gründung von EDIE FILM. 2010 wurde sie mit dem Förderpreis für junge Künstlerinnen des Landes NRW ausgezeichnet.

Julia Ziegenbein
1982 in Hamburg geboren, studierte an der Universität und der Hochschule für bildende Künste in Hamburg Deutsch und Bildende Kunst für das Lehramt Oberstufe/Allgemeinbildende Schulen. 2007 war sie als Kunstvermittlerin bei der documenta12 tätig und gehörte zum dortigen Begleitforschungsteam unter der Leitung von Prof. Carmen Mörsch. 2008 konzipierte sie in Kooperation mit dem Künstler Peter Piller das kunstpädagogische Projekt „Bilder im Alltag finden… für den sechsten, siebten Blick“ im Rahmen des Projektstipendiums KISS und führte es in der mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichneten Max-Brauer-Schule in Hamburg durch. 2009 war sie für die Organisatorische Leitung der Kunstvermittlung bei dem OFF-Kunst-Festival subvision in der Hamburger Hafencity zuständig. Seither Weiterentwicklung der verwendeten kunst- und medienpädagogischen Strategien und Multiplikation im Rahmen von Vorträgen und Workshops für Kunstpädagoginnen und -vermittlerinnen in Hamburg, Kassel, Düsseldorf, Lüneburg, Neumünster, Dresden und Hildesheim. Seit dem WS 2011/12 Lehrbeauftragte an der Universität Flensburg. Seit 2007 diverse Vermittlungsaktionen von Kunst aus; u.a. Performative Führungen in Kunstinstituionen und künstlerische Audiointerventionen im öffentlichen Raum.

 
 

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