Ausstellung | Postirony


© Johanna Martini

07.07.2011 – 12.07.2011
Universität zu Köln | Gronewaldstraße 2
Block B | R 244

Vernissage: Mi, 06.07.2011, 19:30 Uhr

Öffnungszeiten:
Do, Fr, Mo: 11 –17 Uhr
Sa: 10 –14 Uhr

Das Schweizer Künstlerduo Com&Com (www.com-com.ch) rief Ende 2008 mittels eines Manifests (www.postirony.com) das Zeitalter der Postironie aus. Im Sommersemester 2011 beschäftigten sich Studierende am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln in 2 parallel laufenden Lehrveranstaltungen mit Johannes Hedinger (Com&Com, Zürich) und Torsten Meyer (Köln) mit dem Konzept der Postironie in Theorie und Praxis. Ergebnisse sind nun ein einer Ausstellung zusammengetragen.

Was meint Postironie? Eine Haltung, die versucht, den distanzierenden Gestus der Ironie der 80er und 90er Jahre abzuschütteln. Postironie zeichnet sich aus durch Sehnsucht nach Echtheit, Ganzheit, Unmittelbarkeit, Natürlichkeit, Wahrhaftigkeit, Authentizität, Nähe und Direktheit. Postironie meint freie Emotionalität und Mut zum Pathos und grossen Gefühlen, die Feier des Lebens, der Schönheit und der Liebe, sowie die Hoffnung auf Wandel und eine bessere Welt. Postironie feiert die Wiederkehr des Realen, des Einfachen und den Zauber des Alltags.

„Das Problem, auf das Postironie eine Antwort sein könnte, stellt sich, sobald Ironie einmal ins Spiel gekommen ist: Man wird sie nicht wieder los. Da hilft weder Augenzwinkern noch das Beteuern, man meine das alles keinesfalls ironisch – denn solche Beteuerungen verweisen immer schon auf die Möglichkeit von Ironie. Das Problem, auf das die Postironie eine Antwort sein könnte, hört auf ein Problem zu sein, sobald man produktiv mit Paradoxien umzugehen lernt.“ (Sebastian Plönges: Postironie als Entfaltung)

Nähere Info:
http://postirony.com/blog

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